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Eine 5jährige mit Blick auf mein schwarzes + zartgrünes (von einem zartestrosé Schimmer durchsetzt) Haupthaar:
„Guck mal Papi, die hat lustige Haare! *freu*“

Ein Freund gibt die Erklärung für die Störgeräusche meiner Handys:
„Du bist ein Metalhead!“

Eine Bekannte auf der Suche nach gothischen Klamotten:
„Guck nicht so skeptisch! Du bist ne Metaltante!“

Komische Kiddies, abwechselnd mit hoher und tiefer Stimme:
„Leiche, Leiche!“ – „Hardcore!“ – „Leiche!“ – „Hardcore!“

Eine andere Bekannte…
| Sie: | „Ich hab heute auch mal was Schwarzes an, so wie Du…“ |
| Ich: | „Aha“ |
| Sie: | „Irgendwie deprimierst Du mich mit Deinem Schwarz!“ |
| Ich: | „Hey, auf meinem Shirt ist ein weißes X!“ |
| Sie: | „Nein, das reicht nicht. Immer noch deprimierend. Da steht ja noch was… »Suicide…« Nee, auch das noch!“ |
| Ich: | „Suicide Commando… Ich habe eine blonde Strähne!!!“ |
| Sie: | „Die sieht so hell aus wie bei einer toten Frau!“ |
| Ich: | „Aha???“ |
| Sie: | „Ja, das ist komisch“ |
| Ich: | „Warte mal, vielleicht hab ich wenigstens dunkelblaue Socken an… *versuche, nachzuschauen* Hmm, Stiefel zu hoch, seh ich nicht“ |
3 Stunden später fängt sie wieder an: „Hey, ich hab doch noch was Buntes gefunden! Dein Haargummi ist lila!“ und fängt an, sich tierisch zu freuen.

5t-Klässler(!):
„Heil H***! Nieder mit dem Satanismus!“

Kleines Mädchen, etwa 2 ½ Jahre, läuft an der Hand seiner Mutter und entdeckt mich. In begeistertem Ton:
„Mami, Mami, die ist ganz in schwarz!“
Diese reagiert nicht. In exakt demselben Tonfall:
„Mami, Mami, die ist ganz in schwarz!“
Die Dame schaut mich endlich an:
„Ist doch schick, oder?“
Das Kind sichtlich erleichtert und zustimmend:
„Jaaaa, und die Hose ist auch ganz schwarz!“

Am Bahnhof: Ein ~2ojähriger läuft neben mir her, da er mein Bahnticket will; fragt mich aus über dieses und jenes, ohne mich anzuschauen. Auf einmal tut er es doch, als hätte er gar nicht bemerkt, mit wem (oder was
) er eigentlich redet, fragt erschrocken:
„Brauchst Du Hilfe?“

Zwei Erstklässler kommen mir entgegen:
„Eine Schwarze!!! Eine Hexe!!!“
„Jau, ich komm von der Gewerkschaft, deswegen auch die Nadelstreifen…“

Beim Einkaufen:
Ein kleiner Fratz turnt seine Eltern nervend um sie herum und singt vor sich hin… dann sieht er, wie ich neben ihm kauere, erstarrt, reißt die Augen auf und bewegt sich über eine Minute überhaupt nicht mehr…

Eines schönen Abends liefen eine Freundin und ich auf eine Party gehend und dementsprechend gestylt durch die Stadt. Es kam uns eine Gruppe HipHops-ähnlicher Wesen entgegen.
Typ1: Hey, wir rennt ihr denn rum? [blalaberfasel]
Moi: Ach komm, ist Dir kalt?
[Cap unter Kapuze sieht nunmal doof aus]
Typ2 in verzweifeltem Ton: „Entschuldigung! Tut mir leid! Also ich find’s geil!“

Auf einem leeren Marktplatz schaut ein alter Mann aus dem Fenster, entdeckt meinen Damaligen und mich:
„So etwas wie euch sollte man doch gar nicht in die Stadt lassen!“
Den Rest des Textes habe ich „leider“ vergessen, es ging aber in diesem uns als asozial darstellenden Ton weiter. (Bis mir der Kragen geplatzt ist und er sich zurückziehend immer leiser wurde, während mein Begleiter (der große,
starke Beschützer??) sich schlapp lachte)
Okay, ich schmeiße das Handtuch.
Zumindest zum Teil. Mit Erscheinen dieser Zeilen in diesem Blog werden auch alle ernsthaften Texte von meiner Homepage verschwinden.

Möget ihr in Frieden ruhen.

Von mir aus kommentiert sie hier, mir egal. Der Sarkasmus hat endgültig gesiegt.
Wenn der Webspace und die Domain nicht so schön wären, würde ich vielleicht auch regenrot.de ganz vom Netz nehmen. So blebt mir nichts anderes, als nach und nach immer mehr Inhalte zu löschen und vielleicht eines Tages, vielleicht auch bald, vielleicht auch heute Nacht, wer weiß – ich jedenfalls nicht – nur Fotos drauf zu haben.

Oder nur und Quatsch á la Emily und Daphne.
In unserem Herzen (also „Daphnes“ und „meinem“) leben die beiden ewig weiter, auch wenn wir uns nicht mehr so einfühlen können wie an jenem Abend an der vollgekotzten Bahnhaltestelle (daher „pity, pity puke“). Zumindest habe ich der Dame mit den Testikeln das Versprechen abgenommen, eine Tussistreitversion von „Rama lama ding dong“ aufzunehmen. Aber das kann dauern.
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So long,
regenrot
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5. Oktober:
Heute begann mein Leben.
Meine Eltern wissen es noch nicht, aber ich bin schon da. Ich werde ein Mädchen sein – mit blondem Haar und blauen Augen. Alle meine Anlagen sind schon festgelegt, auch daß ich eine Schwäche für Blumen haben werde.19. Oktober:
Manche sagen, ich sei noch gar keine richtige Person, sondern nur meine Mutter existiere.
Aber ich bin eine richtige Person, genauso wie eine kleine Brotkrume eben Brot ist.
Meine Mutter existiert. Ich auch…23. Oktober:
Jetzt öffnet sich schon mein Mund. Denke nur, in ungefähr einem Jahr werde ich lachen und später sprechen. Ich weiß, was mein erstes Wort sein wird: MAMA.25. Oktober:
Mein Herz hat heute zu schlagen begonnen. Von jetzt an wird es für den Rest meines Lebens schlagen, ohne jemals innezuhalten, etwa um auszuruhen. Und nach vielen Jahren wird es einmal ermüden. Es wird stillstehen, und dann werde ich sterben.2. November:
Jeden Tag wachse ich etwas. Meine Arme und Beine nehmen Gestalt an.
Aber es wird noch lange dauern, bis ich mich auf diese kleinen Beine stellen und in die Arme meiner Mutter laufen kann und bis ich mit diesen kleinen Armen Blumen pflücken und meinen Vater umarmen kann.12. November:
An meinen Händen bilden sich winzige Finger. Wie klein sie sind!
Ich werde damit einmal meiner Mutter übers Haar streichen können.20. November:
Erst heute hat der Arzt meiner Mutter gesagt, dass ich hier unter ihrem Herzen lebe.
O wie glücklich sie doch sein muss! Bist du glücklich, Mama?25. November:
Mama und Papa denken sich jetzt wahrscheinlich einen Namen für mich aus.
Aber sie wissen ja gar nicht, dass ich ein kleines Mädchen bin. Ich möchte gern Kathrin heißen. Ach, ich bin schon so groß geworden!10. Dezember:
Mein Haar fängt an zu wachsen. Es ist weich und glänzt so schön.
Was für Haare die Mama wohl hat?13. Dezember:
Ich kann schon bald sehen. Es ist dunkel um mich herum. Wenn Mama mich zur Welt bringt, werde ich lauter Sonnenschein und Blumen sehen. Aber am liebsten möchte ich meine Mama sehen. Wie siehst Du wohl aus, Mama?24. Dezember:
Ob Mama wohl die Flüstertöne meines Herzens hört? Manche Kinder kommen etwas kränklich zur Welt. Aber mein Herz ist stark und gesund. Es schlägt so gleichmäßig: bum-bum, bum-bum. Mama, Du wirst eine gesunde kleine Tochter haben!28. Dezember:
Heute hat mich meine Mutter umgebracht.

Fakten
___Ohne Indikation
(„Beratungsregelung“ – [rechtswidrig, aber straffrei]
Notwendig:
- Schwangerenkonfliktberatung (§219 StGB) – mit mindestens drei Tagen Abstand zur Abtreibung
- Bescheinigung einer anerkannten Beratungsstelle
- Eingriff erfolgt innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis
___Mit Indikation [nicht rechtswidrig]
- Kriminologische Indikation: z.B. Vergewaltigung (Abbruch bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche)
- Medizinische Indikation: Fortsetzung der Schwangerschaft würde das Leben bzw. die körperliche und/oder seelische Gesundheit der Frau gefährden/ Schädigung des Kindes vorliegend (ohne zeitliche Befristung)

Abtreibung ist weder Notlösung noch Tötung. Sie ist ein Frauenrecht, das sich aus der Freiheit ableitet, Zeitpunkt und Zahl der Kinder eigenverantwortlich zu bestimmen. Dazu gehört auch das Recht, sich bewusst für Kinderlosigkeit zu entscheiden.
Andreas Kollross

Methoden
____Absaugen/Ausschabung
Hierbei wird ein dünnes Röhrchen in die Gebärmutter eingeführt, an welches eine Saugpumpe angeschlossen ist. Mit der 10- bis 30fachen Kraft eines Staubsaugers wird das Kind stückweise herausgesaugt. Da der Kopf normalerweise zu groß für das Röhrchen ist, wird er zuvor zerkleinert. Meist folgt eine Ausschabung der Gebärmutter (Kürettage), um eine gründliche Entfernung des Embryos zu gewährleisten. Die Prozedur ist nach wenigen Minuten vorüber, nach einer Stunde werden die meisten Frauen wieder aus der Klinik entlassen.
____Mifegyne (RU 486)
Mifegyne ist eine Abtreibungspille, deren Wirkstoff (Mifepriston) eine Abstoßung der sich bereits in der Gebärmutter eingenisteten Eizelle zur Folge hat. Sie kann bis zum 49. Schwangerschaftstag angewendet werden. Unter ärztlicher Kontrolle darf sie seit 1999 in dafür zugelassenen Kliniken oder Arztpraxen verabreicht werden.
____Prostaglandine
Prostaglandine sind Hormone, meist bei Fehlbildungen des Kindes nach der 12. Schwangerschaftswoche eingesetzt werden. Der Gebärmutterhals wird durch sie erweicht und die Gebärmutter zieht sich zusammen, was nach 1-2 Tagen eine Fehlgeburt auslöst.

Zart
Zarte Konturen, die kein Spiegel erhellt,
Schimmern vorsichtig im grauen Schwarz-Weiß
Des ersten Bildes jungen Lebens.
Hier ein Arm, dort ein Bein,
Ein Köpfchen – viel zu groß!
Zart ist das Wesen,
Welches keiner kennt,
Zerbrechlich seine Glieder.
Gekrümmten Rücken kein Streicheln trifft -
Doch Liebe spürt es wohl.
Zart schlägt das Herz,
Umsichtig gar,
Übertönt nicht das Rauschen
Des mütterlichen Blutes.
Laut ist es hier.
Zart
Trifft eine Nadel,
Sticht
Mitten hinein.
Holt die kostbare Wärme.
Zart
Liegt das kleine Wesen da.
Zart
Seine bläulich Glieder.
Zart
Sollte sie sein,
Nicht Mama.
-© Regenrot-

Zahlen (~bis 2002)
- 90% der Abtreibungen fanden ambulant statt
- in 83% der Fälle wurde der Embryo abgesaugt
- 38% der Betroffenen hatten vor der Intervention noch keine Lebendgeburt
- 50% der Frauen waren verheiratet
- 5% der Abtreibungen betrafen Minderjährige
- jedes Jahr sollen weltweit 46 Millionen Abtreibungen vorgenommen werden, davon 17% in Europa.

Es ist nicht nur so, dass Morddrohungen gegen ÄrztInnen und MitarbeiterInnen der Kliniken einen Widerspruch zum erklärten Ziel, nämlich dem Schutz des Lebens, darstellen und fraglos verwerflich sind. Das Verbot von Abtreibungen löst das Problem nicht. Im Gegenteil: Frauen, die ungewollt schwanger werden, drängt dieses Verbot in die Illegalität. Das Risiko an den Folgewirkungen unprofessioneller Abtreibungen zu leiden oder zu sterben, ist ungleich größer.
Angelika Friedl

Persönliche Meinung
Mit 13 oder 14 erfuhr ich das erste Mal mehr über Abtreibungen, als man als Nichtbetroffener gewöhnlich weiß. Bis dato war meine Einstellung hierzu sehr liberal – was sie auch weiterhin blieb, wenn auch mit Einschränkungen. Man diskutierte über das Für und Wider, bis der einzige Erwachsene der Gruppe Dias in den Projektor einlegte, welche die Kinder nach dem Abort zeigten. Er erläuterte ebenfalls, durch welche Methode sie so zugerichtet wurden. Ja – zugerichtet scheint wohl das beste Wort. Zerstückelt aber auch als Ganzes, blutverschmiert und doch als Mensch erkennbar lagen sie lieblos auf Tüchern oder in Schalen.
Bisher war ein Schwangerschaftsabbruch eine saubere Sache gewesen: die Frau ist schwanger – geht in eine Klinik – erleidet ein paar Schmerzen – kehrt zurück. Die Kehrseite bestand nur aus einem verschenkten Leben – einem anonymen Zellhaufen – und eventuellen Schuldgefühlen. Obwohl wir uns für aufgeklärt hielten, hinterließen diese Bilder Spuren. Ich meine mich zu erinnern, dass ein oder zwei Mädchen in Tränen ausbrachen. Ob ihre Gedanken darüber hinausgingen, weiß ich nicht.
Mir wurde damals eines klar: sofern das Kind nicht behindert sein könnte (dies hat nichts mit Selektion oder Diskriminierung sondern mit persönlichen und schmerzhaften Hintergründen zu tun), wäre mir eine Abtreibung unmöglich. Ich kann es durchaus verstehen, wenn andere Frauen aus anderen Gründen eine Entscheidung gegen Nachwuchs fällen, doch in meinem Bewusstsein hat sich ein Bild eingebrannt: ein mit einem Messer aus der Gebärmutter herausgetrenntes Baby, zusammengesetzt wie ein Puzzle.
Angelika Friedls erstzitierter Satz über Drohungen ggü. Ärzten trifft meine volle Zustimmung. Wer ist das Monster – die verzweifelte junge Frau, die das heranwachsende Leben, welches nichts weiß, aber auch nichts wissen wird (und somit auch kein Gefühl des Verlustes hat) oder Abtreibungsgegner, welche handelnden Menschen die Chance nehmen wollen, Hilfe zu geben oder wenigstens das Überleben der Mutter zu sichern? Ich las bereits die Aussagen mehrer Menschen, welche lieber abgetrieben worden wären, als ein Leben von Pflegefamilie zu Pflegefamilie oder Heim und somit eine beängstigende, sich ins Erwachsenenalter ausdehnende Kindheit gehabt zu haben…

Es ist meiner Meinung nach keineswegs so, dass der moralische Status des Embryos von der Befruchtung bis zur Geburt unverändert bleibt. Ich würde bei der Zusprechung von Menschenwürde verschiedene Entwicklungsstufen des Embryos unterscheiden. Für mich sind bestimmte Eigenschaften wie etwa der Beginn der Gehirnentwicklung oder die einsetzende Empfindungsfähigkeit moralisch von Belang. Je mehr sich der Embryo dem Zeitpunkt der Geburt nähert, desto moralisch gewichtiger scheint mir das Wesen.
Peter Schaber

Quellen:
Fakten, Methoden: netdoktor.de, abtreibung.de
„Zart“: Regenrot
„Geschichte eines Fötus“: Autor unbekannt
Elisabeth Báthory, auch bekannt als Blutgräfin oder Tigerin von Cachtice, war eine ungarische Adelige, welche durch ihren ausgeprägten Sadismus zu traurigem Ruhm kam. 1560 wurde sie als Tochter von Anna und Georg Báthory in eine der reichsten Sippen dieser Zeit geboren. Auch über ihren Verwandten kursierten allerlei Gerüchte: einer ihrer Onkel war ein geisteskranker Satanist; ihre Tante Klara eine (homo-)sexuelle Abenteuerin. Zudem sei sie weit- läufig mit Fürst Dracul verwandt.
Die traditionsgemäß familieninternen Heiraten führten zu schweren genetischen Degenerationen und Krankheiten, Elisabeth selbst war an Epilepsie erkrankt. Angeblich soll dies einer der Gründe für ihre menschenverachtenden Anwandlungen darstellen, was jedoch zweifelhaft erscheint. Wahrscheinlicher sind Traumata in ihrer Kindheit, so etwa zur Zeit eines Bauernaufstandes, als sie mit ansehen musste, wie ihre Ammen und Schwestern gefoltert, vergewaltigt und letztendlich an dem Baum, auf welchem sich das erst 9-jährige Kind versteckte, aufgeknüpft wurden. Das Mädchen konnte entkommen, ihre Unversehrtheit galt als ein Wunder und so wurde fast die gesamte Bauernschaft des Ortes vor ihren Augen brutal ermordet.

Bereits zwei Jahre später wurde sie mit dem „Schwarzen Ritter“ Ferencz Nádasdy verlobt. Am Tag der Hochzeit soll sie angeblich in ihrem Gemach von König Matthias II, welcher sichtlich betrunken war, beim Umkleiden überrascht worden sein. Elisabeth bekam hierauf einen Wutanfall, welcher ihre Dienerinnen blutige Wunden einbrachte, da diese vergessen hatten, die Tür zu verriegeln. Im Laufe ihrer Ehe soll Ferencz seiner Gattin einige Foltertechniken beigebracht haben, welche jedoch erst nach seinem Tod 1604 in ihrer vollen Form zu Geltung kamen. Zuvor vergnügten sich die beiden auf andere, jedoch nicht minder ungewöhnliche Art: er entjungferte unter anderem auf Wunsch von Elisabeth ein 12jähriges Mädchen, während sie es während des Aktes auspeitschte.
Während ihr des Krieges suchte sich die Blutgräfin viele Geliebte beiderlei Geschlechts, ihr Sadismus richtete sich dabei allerdings ausschließlich gegen Mädchen. Die jungen Frauen, welche sie in ihr Schloss einlud, überschritten kaum das 14. Lebensjahr. Sie biss ihnen in empfindliche Stellen, riss ihnen das Fleisch bis auf die Knochen herunter, mitunter steckte Elisabeth ihren Dienerinnen Nadeln in den Körper, unter die Fuß- oder Fingernägel. Auch ließ sie im Winter Mädchen in den Schnee werfen und mit kaltem Wasser übergießen, so dass sie erfroren. In einem Roman über die Báthory heißt es:
[...] Darvulia, ihre Vertrauteste Kammerfrau, brachte einen Eimer Wasser aus dem Haus. Die Frauen stützen Ilonas Körper, während Elisabeth das Wasser über die blasse Gestalt goss. Das Wasser gefror schnell, und das Mädchen erstarrte auf der Stelle. Einen Moment lang betrachteten die Frauen staunend die lebende Statue. Ein blattförmiger Eiszapfen, scharf wie ein venezianischer Glassplitter, wölbte sich zwischen den Beinen des Mädchens hervor. Das Schamhaar über dem Zapfen war mit glitzernden Kristallen besetzt. Auch ihr Bauchnabel hatte sich mit Kristallen gefüllt, einer funkelnden Traube aus kleinen Juwelen. „Schönheit“ sagte Elisabeth kalt, „wie mühelos heftest Du Dich an die Fügsamen!“ [...]

Elisabeth wählte sich einen festen Geliebten, welchen sie später mit einer ihrer Gespielinnen in flagranti erwischt. Sie wurde daraufhin rasend und folterte das Mädchen mit einer Schere, als ihr die Schreie ihres Opfers überhand nahmen, rammte sie ihr die Waffe in den Hals und schnitt ihre Stimmbänder durch. Zusammen mit ihren engsten Dienerinnen quälte sie das Mädchen zu Tode. Ab diesem Zeitpunkt sollen die bestialischen Morde rasant zugenommen haben. Ihre Opfer warf sie einfach achtlos unter die Betten des Schlosses, später schafften sie ihre Bediensteten auf die Felder, den Wölfe zum Fraß. Es wird vermutet, dass diese während ihrer sexuell-sadistischen Rasereien in einen Zustand hysterischer Ekstase geraten ist. Dennoch wird angenommen, dass die erbarmungslose Gräfin bei Verstand und sich ihrer Neigungen bewusst war.

Aufgrund des Geschlechts der Opfer liegt die Schlussfolgerung nahe, dass Elisabeth wie auch ihre Tante Klara homosexuell war. Als junges Mädchen widmete sie sich fast ausschließlich männlichen Aktivitäten, trug angeblich mit Vorliebe Männerkleidung. Auch gegenüber ihren Dienerinnen verhielt sie sich in maskulin-dominanter Art, was auch zur unauslöschbaren Báthory- Mythe beitrug, welche lange Zeit auch in wissenschaftlichen Werken Zuspruch fand. Diese besagt, dass die Gräfin im Blut ihrer Opfer badete, um so ewige Jugend zu erreichen. Bereits 1812 verwies Freiherr von Mednyansky in der Zeitschrift „Herperus“ die Blutbäder Elisabeths in das Reich der Legende, dennoch blieb der Mythos Bestandteil ihrer Biografie.
Auch ein anderer Aspekt des Blutes trug zu ihrem zweifelhaften Ruf bei: durch die lange Folter waren die Mädchen oft komplett blutleer. Die Dorfbewohner glaubten nun, die Gräfin sei ein Vampir. Sie wendeten sich ängstlich an andere Adelige der Umgebung, welche jedoch aufgrund der adeligen Abstammung der Báthory nichts unternahmen.
Erst als die Tigerin von Cachtice ihre Neigungen auf junge Frauen blauen Blutes ausdehnte, wurde sie im Jahr 1611 gefangen genommen. Ein Prozess wurde nie angestrengt, stattdessen wurden sämtliche Zeugen der Verbrechen nach der Folter verbrannt oder geköpft. Elisabeth selbst wurde zu ihrem Schutz in ihr Schlafgemach eingemauert. Hier dämmerte sie als „lebendige Leiche“ ihrem Tod im Jahre 1614 entgegen. Bis zu ihrem letzten Tag fühlte sie sich ungerecht behandelt: die ganze Geschichte wäre eine Verschwörung der Kirche, da alle Mädchen, die sie getötet hatte, ausschließlich aufgrund einer disziplinarischen Maßnahme zu Tode gekommen wären.
Etwa 650 Jungfrauen sollen Elisabeth Báthory zum Opfer gefallen sein.

Quellen:
…sind leider im Laufe der vielen HP-Umstellungen verloren gegangen.
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Ein wichtiger Streitpunkt in der Politik und Ethik ist die Präimplantationsdiagnostik. Diese ermöglicht es Ärzten, eine mögliche Behinderung (durch Erbschäden) des Kindes schon vor seiner Geburt zu erkennen. Das Hauptproblem für ein Gesetz für oder wieder diese Methode besteht darin, dass möglicherweise geschädigte Embryonen abgetrieben werden können, womöglich fast unabhängig von seinem Alter. Ist das Leben eines Menschen vor seiner Geburt ein „rechtliches Nichts“ oder sind die Lebensinteressen der zukünftigen Eltern gegenüber dem Schutzgebot für die frühe menschliche Existenz rechtlich ohne Bedeutung?
Hauptargumente der Präimplantationsdiagnostik-Gegner:
- Heil- und Hilfsmöglichkeiten werden durch die moderne Medizin ständig weiterentwickelt
- Menschen mit Behinderungen könnten immer stärker abgelehnt werden
- nicht nur mit behinderungsauslösenden sondern auch mit anderen „Makeln“ versehene Embryonen werden abgetrieben
- Der Mensch könnte die „Herrenrasse“ des dritten Reiches verwirklichen
Schwangere Mütter können bei Bedenken durch ihr Alter oder Familiengeschichte eine Untersuchung vornehmen lassen, der Mut zum Kind wird jedoch meist erst danach aufgebracht. Dabei wird 97% der Ratsuchenden ein positives Ergebnis geliefert. Nur 3% erhalten ein schlechtes Resultat und brechen deswegen ihre Schwangerschaft ab.
Dass diese Methode aber auch die Lebensqualität Tausender verbessern kann, zeigt das Beispiel Zyperns. Die dort vermehrt auftretende Erbkrankheit Thalassämie wurde auf ein absolutes Minimum reduziert. (s.u.)
Durch die Verfeinerung der Analysemethoden besteht prinzipiell die Möglichkeit, dass die pränatale Diagnostik auf immer mehr Merkmale ausgedehnt wird, so dass eines Tages die falsche Augenfarbe als Grund für eine Abtreibung herhalten muss. Heute schon wird in China das „falsche“ Geschlecht als hinreichender Grund angesehen.
Bei der Frage nach der Verantwortbarkeit der Gentechnologie dürfen die Chancen und Risiken ihrer Anwendungen nicht pauschal (ideologisch), sondern nur einzeln und projektgebunden abgewogen werden. Auch die Unterlassung einer Anwendung kann ein sträflicher Irrtum sein.

Laut Alan Trounson, einem australischen Mediziner, stellt Unfruchtbarkeit in zehn Jahren kein Problem mehr dar. Durch die Verknüpfung von künstlicher Befruchtung und Stammzell-Technologie kann jedem unfruchtbaren Paar geholfen werden. Die Synthese künstlicher Eier und Samenzellen wurde bereits in den USA und Japan durchgeführt. Momentan ist hierfür jedoch nach wie vor die Klontechnik erforderlich, in der Zukunft sollen andere Wege gefunden werden.
Bis jetzt überlebt nur etwa ein Prozent der geklonten Embryonen die Schwangerschaft. Selbst bei lebend geborenen Tieren besteht weiterhin die Gefahr, dass eine normale Entwicklung bzw. Lebenserwartung nicht möglich ist. Schwere Missbildungen und der überraschende Tod kurz nach der Geburt traten bisher auf. Aufgrund dieser Erfahrungen setzen Forscher das Verfahren in der Tierzucht bisher nicht ein.

Warum das Klonen von Menschen nach wie vor einen Großteil der Bevölkerung abstößt, erklärt der Ethiker Julian Savulesco:
Das Klonen überschreitet eine entscheidende Grenze, indem es die Autonomie ihrer wichtigsten Eigenschaft beraubt: der Tatsache, dass ein jeder von uns genetisch einzigartig und individuell ist.
Ein Klon sei in seiner Unabhängigkeit beengt, da die Umwelt bestimmte Hoffnungen in ihn setze, demzufolge werde er mit seinen Ängsten und Wünschen immer im Schatten des Originals leben.
Eine gegensätzliche Meinung vertritt die britische Ethikerin Mary Warnock: Zwillinge, die ebenfalls eine identische DNA aufweisen, erzeugen bei uns keine „abstoßenden Gefühle“, zudem unterscheiden auch sie sich in ihren Charaktereigenschaften. Klone unterscheiden sich laut Warnock noch mehr, denn „erstens stammt ein kleiner Teil der DNA nicht von der geklonten Person, sondern von der Spenderin der Eizelle und zweitens leben Klone zeitlich versetzt“

Eine alternative Methode ist die so genannte induzierte Meiose, Dabei wird eine Eizelle mit einer männlichen Körperzelle befruchtet. Die Zufälligkeit der genetischen Kombination ist gesichert. Die Mehrzahl der Gründe, die gegen das menschliche Klonen vorgebracht werden, sind bei der induzierten Meiose nicht zutreffend. Klonen könnte also unnötig werden.
Der österreichische „Familienbischof“ Klaus Küng äußerte sich im Juli des Jahres kritisch: „Dass die nach künstlicher Befruchtung zur Welt gekommenen Kinder gesund sind, mag sein. Nachdenklichkeit müsste sich jedoch spätestens einstellen, wenn man zum Beispiel hört, dass zwei taubstumme lesbische Frauen den dringenden Wunsch verspürten, ein taubstummes Kind zu haben, und dass ihr Wunsch in Erfüllung ging, und zwar durch die Samenspende von jemandem, dessen Vorfahren vier Generationen zurück taubstumm waren und der damit entsprechende „Garantien“ bot.“
Zudem ist es bei adoptierten Kindern – und seien sie in noch so liebevollen Familien – laut Küng bewiesen, dass schwere Identitätsprobleme auftreten. Die Suche nach den leiblichen Eltern ist oft unausweichlich.

Ein weiteres Fachgebiet der Genetik ist das therapeutische Klonen. So wird ein Verfahren bezeichnet, bei dem im Reagenzglas (in vitro) aus einer menschlichen Eizelle der Zellkern entfernt und durch den Zellkern einer fremden Person ersetzt wird. Anschließend wird die Eizelle elektrisch stimuliert und beginnt sich zu teilen. Aus dem so entstehenden Zellhaufen lassen sich embryonale Stammzellen gewinnen. Ziel ist es, spezialisierte Zellen zu züchten, welche kranke Zellen oder ganze Organe ersetzen oder reparieren.
Um eine Abstoßung zu verhindern, werden die Zellkerne von Stammzellen durch die Kerne beliebiger Zellen des Patienten ersetzt. Amerikanischen Forschern gelang es unlängst, Parkinson (Nervenzellen gehen im Gehirn verloren, die den Botenstoff Dopamin erzeugen) bei Mäusen durch diese Methode zu heilen. Es wurde nachgewiesen, dass die neuen Zellen ganz normal arbeiten.
Um z.B. Patienten, die an multipler Sklerose leiden, flächendeckend behandeln zu können, bräuchte man für die Erzeugung entsprechender Stammzellen so viele menschliche Eizellen, dass sie – von ethischen Fragen abgesehen – kaum zu beschaffen sein dürften. Die Zukunft gehört vermutlich der Forschung mit adulten Stammzellen. Diese soll z.B. in Deutschland vorangetrieben werden.

Forscher erreichten durch scheinbar simple Manipulationen des Erbgutes von Fadenwürmern, dass diese sechsmal so lang wie normal leben, ohne dass es zu gesundheitlichen Einschränkungen kommt. Im Schnitt werden sie 124 Tage alt, ihre Lebenserwartung beträgt in der Natur nur etwa 20 Tage. Übertragen auf den Menschen hieße das, dass der 500. Geburtstag kaum mehr ein Problem mehr darstellen würde.

Zukunftsvisionen: Es existieren nur gentechnisch manipulierte bzw. durch Präimplantationsdiagnostik selektierte Menschen in den reicheren Ländern. Es könnten sich folgende Möglichkeiten offenbaren:
- Die Individualisierung des Menschen wird beschränkt.
- Neue Formen von menschlichen Wesen werden erreicht. Dadurch werden neue Sphären, u.a. in der Forschung, erreicht.
- Schwerwiegende Folgeschäden könnten die Art schwächen oder gar ausrotten.
- Geburten werden so gezielt kontrolliert, dass Massenarbeitslosigkeit und Überbevölkerung nicht mehr existent wären.
- Die Anzahl der Kinder richtet sich nach dem Einkommen.
- Nachdem alle Erb- und einige andere Krankheiten ausgetilgt wurden, nimmt die Spezialisierung in der Unfallmedizin soweit zu, dass z.B. Nervenschädigungen kaum mehr ein Problem darstellen.
- Aufgrund der Armut einiger Länder gibt es eine Elite, welche aus dem wohlhabenden Teil der europäischen Staaten, der USA, Japan und womöglich Australien besteht. Die 3. Welt gerät ins endgültige Aus.
- Die Menschen besitzen alle eine überdurchschnittliche Intelligenz. Es besteht die „Gefahr“, dass einige zu den „alten Methoden“ zurückkehren wollen oder die Präimplantationsdiagnostik total ablehnen. (Vandalismus, Ermordung v.a. von berühmten Forschern)
- Knochenmarksspenden und Transplantationen können problemlos ausgeführt werden, da das benötigte Gewebe einfach neu gezüchtet wird.
- Heute undenkbare Höchstleistungen im Sport werden erzielt.
- Der Mensch hält sich endgültig für Gott.
- Ausgestorbene (nützliche) Arten können wieder herangezogen werden, was allerdings auch zu einer Horrorvision á la „Jurrassic Park“ führen könnte.

Dies ist ein Teil aus einer Hausarbeit meiner Schulzeit… Die Quellen lassen sich nicht vom Rest abtrennen [sofern ich sie überhaupt noch selbst habe, da die HA in meiner ehem. Schule liegt. Vermute ich zumindest]
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Schätzungsweise ab dem 10./11. Jahrhundert gingen Glaube und Aberglaube ineinander über, Prediger übertrafen sich gegenseitig in Berichten über Meerwunder, Fische mit Papstköpfen, Luftwunder, blutscheinende Kometen, Teufels- oder Monstergeburten. Weltuntergangs- und Endzeitstimmung kam auf. Dies warf kein gutes Licht auf die verwunderlichen Frauen, welche meist allein irgendwo am Waldrand hausten…
Die Medizin war in Europa nicht sehr hoch entwickelt. Üblicherweise konnte man Verletzungen und Krankheiten nur mit den gewöhnlichen Hausmitteln beikommen. Studierte Ärzte gab es nur in den Städten, für das Volk blieb im Notfall nur der Gang zum Kräuterweib oder der Dorfhexe, welche aber immer seltener wurden. Insgesamt war die Heilkunst jedoch als schlecht zu bezeichnen, denn Quacksalber und Zahnreißer zogen dem Volk den letzten Heller aus den Taschen, was auch Kräuterfrauen einen schlechten Ruf einbrachte.
Die Bauern wussten unter Umständen die „gute Hexe“ zu schätzen, selbst wenn man sich über die „bösen“ allerlei seltsames Zeug erzählte. Dörfliche Hexen hatten das Problem, in einem Land zu leben, in dem fast jeder Adlige gläubig ist, was ihre Tätigkeiten als Heilerinnen des einfachen Volkes nicht gerade erleichterte, selbst wenn diese bei den Dörflern auf große Dankbarkeit stieß.

Unter dem Einfluss des Christentums nahm die Bekämpfung der Zauberei und Hexerei eine entgegengesetzte Richtung. Allerdings entstand der Hexenglaube nicht unter dem Einfluss der Kirche, die Entwicklung verlief genau entgegengesetzt. In den ersten Jahrhunderten duldete die katholische Kirche keine Personen, die mit dem Teufel in Verbindung standen oder sich in teuflischen Künsten übten. Sie verurteilte Ketzer, griff sie hart an und befahl ihre Vernichtung. Den Hexenglauben leugnete sie.
Ein Grund dafür, daß die Kirche ihre Haltung gegenüber dem Hexenglauben änderte und seine Existenz eingestand, war die große Verbreitung häretischer Sekten in europäischen Landen, vor allem die der Manichäer, zwischen 1000 und 1200. Derart in Bedrängnis geraten, nahm die Kirche den Kampf gegen Ketzerei und Zauberei (vorerst auf die gleiche Stufe gestellt) auf.
Häresie
Im antiken Griechenland und im Hellenismus neutrale Bezeichnung
für jegliches Eintreten für religiöse oder politische Lehren, später
dann für all jene religiösen Positionen, die im Widerspruch zu einem
Kirchendogma stehen. Damit wurde der Begriff zum Synonym für den
mittelalterlichen Vorwurf der Ketzerei.
1179 rief das Lateran-Konzil die weltlichen Mächte zur Bekämpfung der Ketzerei auf und sofort begann eine entsprechende Kampagne. Die bischöflichen Gerichte, die die Inquisition einführten, wurden 1235 endgültig durch ein Breve von Gregor IX. eingesetzt. Die Kirche gab das Prinzip der Nichtexistenz von Dämonen und Hexen auf. Um ihre einträgliche Existenz fortzuführen, brauchte die Inquisition neue Opfer: Der Hexenwahn war die Lösung dieses Problems.

1375 beklagte sich ein französischer Inquisitor, daß alle reichen Häretiker ausgerottet seien und niemand mehr übrig wäre, von dessen Reichtum die Inquisition zehren könnte: „Es ist ein Jammer, daß eine so heilsame Organisation wie die unsere eine so unsichere Zukunft haben soll.“
Daraufhin ermächtigte Papst Johannes XXII. die Inquisition, all diejenigen, die Magie betrieben, zu verfolgen, und die Inquisition entwickelte „langsam und unsicher ihre Konzepte gegen die Hexerei“. Die Hexenjagd konnte sich selbst tragen, weil sie zu einem bedeutenden Gewerbe wurden und das Einkommen vieler sicherte. Der örtliche Adel, Bischöfe, Könige, Richter, Gerichte, Gemeinden, städtische Magistrate und andere hohe und niedere Funktionäre – alle erhielten ihren Anteil an der Beute, die die Inquisitoren aus dem Nachlass ihrer Opfer zusammentrugen. Diese hatten sogar den Strick, mit dem sie an den Pfahl gebunden und das Holz, mit dem sie verbrannt wurden, zu bezahlen. Jeder einzelne Foltergang hatte seine eigene Gebühr. Nach der Hinrichtung einer vermögenden Hexe gönnten sich ihre Richter ein üppiges Mahl auf Kosten des Opfers.
Ein Auszug aus der Kölner Gebührenordnung gibt folgenden Einblick frei:
Enthaupten und verbrennen, alles eingeschlossen – 5 Reichsthaler 26 Albus
Strangulieren und verbrennen – 4 Rth.
Knochenbrechen bei lebendigem Leibe auf dem Rad – 4 Rth.
Abhacken einer Hand oder mehrere Finger und Enthauptung – 3 Rth. 36 Alb.
Abschneiden der Zunge ganz oder in Teilen
u. verbrennen des Mundes mit einem heißen Eisen – 5 Rth.
Züchtigung im Kerker einschließlich Rute – 1 Rth.
Prügeln – 52 Alb.
Einrichten und zerquetschen des Daumens – 26 Alb.

Aller Logik zum Trotz verfolgten die Machthaber armes, ausgestoßenes Volk als Hexen und verkündeten im gleichen Atemzug, Hexen könnten sich mit allem erdenklichen Reichtum versehen. Der Skeptiker Reginald Scot beobachtete voller Zorn, daß man Hexen zutraute, sie könnten „das Korn des Nachbarn auf ihr eigenes Stück Land versetzen. Dabei sind sie als ständig bedürftige Bettlerinnen gar nicht in der Lage, sich zu bereichern, weder mit Geld noch auf andere Art: wer ist so dumm und glaubt weiterhin an ihre übernatürlichen Kräfte?“
Viele Frauen wurden wegen ihrer Funktion im täglichen Leben beschuldigt, Hexen zu sein. So zum Beispiel Hebammen, die bei Missbildungen beschuldigt wurden oder ebenso Kräuterkundige, die z.B. beim Versagen eines Trankes in Ungnade fallen konnten.
Für menschliches Leid, verdorbenen Ernten und andere Notlagen und Missstände wurden Schuldige gesucht und da die Bevölkerung im Mittelalter nicht über die Naturgewalten und das Geschehen um sich herum aufgeklärt war, glaubte man an Zauber und auch an Hexen. Der Schrecken, den die Inquisition verbreitete, lag vor allem an dem Umstand, dass prinzipiell jeder ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Im Grunde war niemand vor irgendwelchen Denunziationen gefeit. So konnte eine Frau bereits als Hexe angeklagt werden, wenn sie dabei beobachtet wurde, wie sie sich kurz vor einem Unwetter auf einem Feld aufgehalten hatte. Bauern suchten oftmals für das Verenden ihres Viehs die Schuld bei Frauen, die einen Zauber über sie ausgesprochen haben sollen. Die bloße Anschuldigung durch andere Personen reichte aus, um in den festen Griff der Inquisition zu geraten.

Durch die nur geringe bis gar nicht vorhandene Bildung beim einfachen Volk war man allgemein der Ansicht, die Hexen hätten sich und ihr Leben einzig Satan verschrieben und verbreiteten in seinem Namen Krankheit, Tod und Elend. Ihnen wurde unterstellt, Kinder zu schänden und zu essen, Tiere zu vergiften und alle anderen schlimmen Dinge, für die der ungebildete Mensch zur damaligen Zeit keine andere Erklärung hatte. Man glaubte Hexen gehören einer großen Verschwörung des Teufels an, in der es darum ging, die Macht auf Erden an sich zu reißen. Hexen wurden immer mit der schwarzen Magie in Verbindung gebracht, so glaubte man, das sie in der Lage wären durch Berührungen, anblasen oder einfach nur durch den Bösen Blick Schaden anrichten konnten.
Geburtshelferinnen kamen sehr leicht an Material heran, das bei Zauberei Verwendung fand, wie etwa Blut oder Plazenta. Gerade Hebammen standen unter besonderer Beobachtung der Obrigkeit, da sie zum Teil kirchliche Aufgaben übernehmen mussten. Denn wenn ein Kind an der Schwelle zum Tod auf die Welt kam, musste die Hebamme die Nottaufe vornehmen. Da man um das Seelenheil des Kindes besorgt war, war man bedacht, dass dies streng nach christlichen Regeln vonstatten ging. Ohne Taufe wäre dem Kind ein Begräbnis auf geweihtem Boden verweigert worden.
Kräutersammlerinnen hatten besonderes Wissen über Kräuter, so dass man annahm, sie könnten Zaubertränke brauen. Da die medizinische Versorgung im Mittelalter nur spärlich war und nicht jeder Ort über einen Arzt verfügte, wurden in Krankheitsfällen in der Regel Hebammen oder Kräuterfrauen hinzugezogen, obwohl das Heilen im Mittelalter nur männlichen Personen erlaubt war. Diese Frauen standen also in Konkurrenz zu den Ärzten, von denen sie aus ebendiesem Grunde auch oft als Hexen denunziert wurden. Auf diese Weise landete so manche Hebamme oder Kräuterfrau auf dem Scheiterhaufen. Nicht nur besondere Fähigkeiten, sondern auch äußerliche Merkmale konnten dazu führen, dass eine Frau für eine Hexe gehalten wurde.

Die klischeehaften Vorstellungen über Hexen haben Scots Darstellung viel zu verdanken:
Es sind Frauen, die gewöhnlich alt, lahm, triefäugig, blass, widerlich und voller Falten sind; arm, mürrisch,abergläubisch und papistisch; oder solche, die keine Religion kennen. In ihrem schläfrigen Sinn hat der Teufel einen vortrefflichen Wohnsitz gefunden: was immer sich an Unheil, Missgeschick, Unfällen oder Gemetzel ereignet; sie sind leicht zu überzeugen, daß sie es verschuldet haben… Sie sind mager und verkrüppelt, ihre Gesichter zeigen Trübsinn, sie sind ein Schrecken für alle, die sie sehen. Sie sind wirr im Geist, zänkisch, verrückt, teuflisch, und sie unterscheiden sich nicht sehr von denen, die, wie man glaubt, von bösen Geistern besessen sind.
Die Verfolger sagten, Hexen für harmlos zu halten sei Ketzerei. Selbst in England, wo sie nicht verbrannt, sondern gehängt wurden, führten einige Autoritäten ängstlich die „allgemein anerkannte Meinung“ an, daß der Leib einer Hexe zu Asche verbrannt werden müsste, um die bösen Wirkungen zu verhindern, die von ihrem Blut herrühren könnten.
Die Männer zeigten lebhaftes Interesse an der körperlichen Erscheinung der Hexen und versuchten herauszufinden, woran sie zu erkennen wären. Sie waren sich allgemein darüber einig, daß jede Frau mit einer abweichenden Augenfarbe eine Zauberin o.ä. war. Wo die meisten Menschen – wie in Spanien und Italien – dunkle Augen und eine bräunliche Gesichtsfarbe hatten, brachte man hellblaue Augen mit Hexerei in Verbindung; viele behaupteten auch, rothaarige Frauen seien des Teufels. Dies mag daher kommen, daß rothaarige Menschen meistens auch Sommersprossen haben, die – wie auch Warzen, Muttermale, Pickel, Pockennarben, Zysten, Leberflecken, Grützbeutel und andere Schönheitsfehler – oft als „Hexenzeichen“ angesehen wurden. Einige Hexenjäger sagten, das Mal könne wie ein Insektenstich oder ein Geschwür aussehen.
Niemand konnte je erklären, worin sich ein Hexenzeichen von einem normalen Schönheitsfehler unterschied. Da nur sehr wenige Menschen eine makellose Haut haben, war die Suche nach dem Hexenzeichen selten erfolglos.

Die Werke des Theologen Thomas von Aquin (1225 – 1274) trugen maßgeblich an der Fülle der Hexenprozesse bei. Er verbreitete, das der Teufel verschieden Gestalten annehmen könne, denn nur so sei er in der Lage, sich den Menschen darzubieten. Die Frauen wurden grausam gefoltert, mit Daumenschrauben und Beinpressen, bis die Glieder splitterten, um hier nur die „harmlosesten“ Methoden zu nennen, bis die vermeintlichen Zauberinnen auch die grausamsten Dinge gestanden. Durch solche Methoden wurden auf dem Höhepunkt des Hexenwahns selbst Kinder, ganze Familien überführt und verbrannt.

Am Anfang der Hexenverfolgung gab man den Angeklagten noch die Möglichkeit, sich zu verteidigen, doch dies wurde recht schnell unterbunden, denn durch zu viele positive Aussagen von eventuellen Familienmitgliedern oder Freunden, hätte es ja einen Freispruch geben können. Im Jahr 1352 erließ Papst Innozenz IV eine folgenschwere Bulle, er genehmigte die Folter als Mittel der Beweisführung und dadurch standen die Urteile schon vor Beginn des Prozesses fest. Die Aufspürer der vermeintlichen Hexen wurden Inquisitoren genannt, sie waren meist Dominikaner (Domini Canes) oder Franziskaner. Die kirchliche Inquisition wurde dann später vom Staat abgelöst, welcher dann eigens Sondergerichte zur Aufspürung von Hexen einsetzte.
Der Grundsatz der Inquisitoren war, so lange mit der Folter fortzufahren, bis das Opfer viele „Komplizen“ genannt hatte; diese wurden dann auch verhaftet und gefoltert, bis weitere Namen genannt wurden. Der Jesuit und Beichtvater der Inquisition Friedrich von Spee, der in Gefängnissen arbeitete, schrieb:
Jeder Widerruf ist vergeblich. Wenn sie nicht bekennt, wird die Folter wiederholt, zweimal, dreimal, viermal. Bei „außergewöhnlichen“ Verbrechen wird die Folter mit grenzenloser Dauer, Härte und Häufigkeit eingesetzt. … Eine Hexe kann sich niemals reinwaschen. Die Untersuchungsbeamten werden sich beschämt fühlen, wenn sie eine Frau, die einmal verhaftet und in Ketten gelegt war, freilassen müssten; sie muß schuldig sein, ob zu Recht oder zu Unrecht.

Die Mutterschaft war eine deutliche Belastung für Frauen, die in die Hände der Inquisition fielen. Es wurde empfohlen, Kinder durch „geschickte Behandlung“ zu Aussagen gegen ihre Mütter zu bringen. Weil diese sehr empfindlich auf die Folter reagierten, wurde es zur Regel, sie unverzüglich und ohne vorherige Wartezeit zu foltern. Derartige hervorgelockte Aussagen von Kindern (und das bedeutete Kinder unter zehn Jahren) wurden von der Inquisition ohne weiters anerkannt. Obgleich solche Aussagen in anderen Prozessen nicht zulässig waren, konnten Mütter in Inquisitionsprozessen auf diese Weise der Hexerei überführt werden.
Bei den durch die Folter erpressten Aussagen der Hexen kam es immer zu ähnlichen Aussagen: Sie sei mit dem Teufel, ihrem Liebhaber, in einer Kutsche zu verschiedenen Hexenversammlungen geflogen, wo sie aßen, tanzten und Orgien feierten. Sie hätten auf solchen Versammlungen Knochen von Männern und Leichen von Kleinkindern ausgegraben um daraus Salben zu machen. Mit diesen zauberten sie dann Unwetter herbei und vernichteten die Ernten.

Bis heute spekuliert man über die genaue Zusammensetzung jener Geheimrezepte, die der Hexe Eulengestalt verliehen und ihre Seele zum Blocksberg trugen. In den Prozessakten finden sich meist nur wirre Geständnisse, die den armen Frauen unter Folter abgezwungen wurden. Einige Rezepte entsprangen ganz offensichtlich der Phantasie gepeinigter Menschen, die in ihrer Not eben alle Giftpflanzen und Ungeheuerlichkeiten aufzählten, die ihnen gerade einfielen, um die Wissbegier der Inquisitoren zufrieden zu stellen. Vielleicht erklärt dies auch merkwürdige Listen wie folgende:
Man nehme Mandragora,
Tollkirsch
Bilsenkraut
Bittersüß und Stechapfel
darf auch Schilling
Giftlattich
und Mohn dabei sein
vermenge mit Katzenfett
Hundsfett
Wolfsfett
Eselsfett
Fledermausblut und Kinderfett
um zu einer salbenartigen Konsistenz zu bringen.
Eine andere der Hexerei bezichtigte Frau bekannte zum Beispiel: sie nehme „Reinfarn, Nieswurz, Haselwurz und brat es mit einem Ei in Butter, das gebe die Salben“.
Glaubt man der Aussage, dann sollte diese „Salbe“ den Flug zum Hexentanz ermöglichen. Betrachtet man die verwendeten Pflanzen näher, so handelt es sich wohl eher um ein bruchstückhaftes Geheimrezept zur Abtreibung als um eine „Flugsalbe“.

Eben die Frauen, die man rief, wenn es um Heil-, Fruchtbarkeits- oder Geburtszauber ging, standen nun in dem Ruf, Hagel, Seuchen und Wahnsinn über die Sippe zu bringen. Inzwischen weiß jedes kleine Kind:
Sie war aber eine böse Hexe, die den Kindern auflauerte. Wenn eins in ihre Gewalt kam, so machte sie es tot, kochte es und aß es, und das war ihr ein Festtag.

Von dem Zeitpunkt an, als das Christentum in Mitteleuropa Fuß gefasst hatte, war ein wirksamer Schutz vor dem Hexenzauber erforderlich. Eben jene Kräuter, die der Waldfrau oder Hebamme vormals zum Heilzauber dienten, gebrauchte man schließlich zur Abwehr ihres bösen Blicks. Sogar das Bilsenkraut wurde zum Schutz vor den Hexen über Stalltüren befestigt. Buschen aus duftenden Frauenkräutern, nun jedoch kirchlich geweiht, sollten der Hexe den Zugang zu Haus oder Stall verwehren.
Auffällig war, daß es eine direkte Beziehung zwischen dem Schicksal einer Hexe und ihrem Vermögen zu bestehen schien; der Papst sprach reiche Witwen oftmals heilig, während arme Hexen verbrannt würden. Von den vielen Vorfällen, die zur Erhärtung dieser Ansicht beitrugen, sei hier die berühmte französische Chambre-Ardente-Affäre genannt, bei der es um die Verwicklung von Mitgliedern der Aristokratie und der höheren Geistlichkeit in einen Hexenkult ging. Zahlreiche Diener und Dienstmädchen wurden gefoltert und verbrannt, weil sie ihre Herrschaft bei der Zauberei geholfen hätten; aber im Verlauf der insgesamt vier Jahren, über die sich die Affäre hinzog, wurde keine einzige Standesperson gequält oder hingerichtet.
Bis zu einem überraschend späten Zeitpunkt nahmen Adlige und Geistliche gleichermaßen die Dienste der Hexen in Anspruch. Im Jahre 1382 stellte der Graf von Kyburg eine Hexe an, die sich auf die Zinnen seiner Burg stellen und ein Gewitter heraufziehen lassen sollte, um so eine Armee von Feinden zu zerstreuen. Diese Praxis gründete sich auf die theologische Überzeugung, Hexen könnten Gewitter „zur See und zu Lande“ nach Belieben aufziehen lassen. Die Männer der Kirche meinten, Hexen hätten „mit Gottes Erlaubnis“ Macht über das Wetter, und bis zum Beginn der Renaissance wollten sie nicht bestrafen, was Gott gebilligt hatte.

Dies ist ein Teil meiner Facharbeit zum Thema „Hexen, Hebammen, Hausfrauen – Die Kräuterfrauen des 11. bis 14. Jahrhunderts“. Meine Quellen für den „Verfolgungs-“part lassen sich nicht mehr von denen der restlichen Aufzeichnungen trennen.
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Eine Hommage an die satirisch-ernste Betrachtung des Christentums.
Glaube
Ist Gott Atheist, weil er keine anderen Götter neben sich akzeptiert?
Oder ist er gläubig, glaubt an sich selbst, de facto ein wenig egozentrisch? Alle anderen Lebewesen sind schließlich von der Seuche „Sünde“ befallen.

Geisteskrankheiten
Ist die Dreifaltigkeit Gottes auf fortgeschrittene Schizophrenie zurückzuführen? Hat sein Unwillen gegenüber anderen Göttern und Götzen etwas mit Verfolgungswahn zu tun? Er scheint zumindest zwanghaft danach zu suchen.

Sein Sohn
Maria war bekanntlich mit Josef verheiratet und noch Jungfrau. Selbst, als sie Jesus bekam, soll sie unberührt gewesen sein. Die Frau hatte keine größeren Einwände gegen diese göttliche Befruchtung. Der Name Maria bedeutet „Die Widerspenstige“. Namen hatten früher noch sinngebende Bedeutungen. Zudem wäre Jesus ein Kuckuckskind.
Zu jener Zeit gab es sehr viele vermeintliche Heiler. Wer beweist, dass ausgerechnet dieser Gottes Sohn gewesen sein soll? Sind Tatsachen verdreht worden oder war er einfach nur ein ausgezeichneter Arzt? Gibt es nicht-biblische Beweise für Jesus, die aus seiner Zeit stammen?

Die Bibel
Warum widerspricht sie sich selbst ständig? („Und Gott der Herr machte …[] die Tiere […] und brachte sie zu dem Menschen“ -> Waren die Tiere nicht eigentlich vor dem Menschen da???)
Wenn sie das Wort Gottes ist, warum wurde sie im Laufe der Jahre von Menschen geschrieben und verändert? Und warum ist ein Wegweiser des Glaubens, also im ursprünglichen Sinne eine Hilfe für den Gläubigen, so extrem verschiedenartig zu interpretieren? Wie kann etwas Leitfaden sein, was kein Mensch richtig zu verstehen scheint? Mose, Markus usw. schrieben die Bibel aus ihrer Sicht – eine Ansammlung von Märchen?

Gebete
Sind Antworten auf Gebete je „erhört“ worden oder waren es Zufälle? Halluzinationen? Kollektiver Massenwahn? Viele, viele Personen beten gleichzeitig, wie soll der allmächtige Gott jeden Laut vernehmen?

Auffassung
Der Mensch kann Gott nach christlichem Verständnis nicht begreifen, soll jedoch selbst ein Ebenbild von ihm sein. Begreift sich der Mensch selbst? Begreift sich Gott selbst?

Sündenfall
Übersetzt man Sünde mit dem Verstoßen gegen göttliche Gebote, wieso ist dann selbst ein Embryo im Mutterleib schon ein Mini-Sünder? Es hatte noch nicht einmal die Chance, etwas falsch zu machen bzw. seine Fehler zu erkennen! Woher soll das ungeborene Leben wissen, dass ein Gott über es wacht? Sofern er es ihm selbst mitgeteilt hat, warum müssen seine Eltern ihm dann erst mühsam die eigene Sprache beibringen?

Vergessen
Wo ist Lilith geblieben? Sie wurde erwiesenermaßen einfach aus der Bibel „weggelassen“. Sie war die erste Frau Adams (Woraus entstand sie?), wollte beim Sex oben liegen, was ihrem Mann widerstrebte (höhö).
Fazit: Das Weib muss weg! Nun ist Lilith die Prinzessin der Hölle. Warum ist Eva die erste Sünderin? Die Schlange hat doch den Menschen verführt! Und zudem: warum stellt Gott einen Baum in seinen Garten und verbietet seinen Geschöpfen, davon zu essen, wenn sie ihm dadurch ähnlicher werden? Egoistisch bis ins letzte Detail…

Andere Religionen
Muslime sind mindestens genauso überzeugt von ihrem einzigen Gott wie Christen, warum bekriegen sie sich? Weil es beide Götter gibt, was nicht sein kann? Weil es keinen der Götter gibt und sie dass in ihrem Ansehen und ihrer Sinnfügung schwächen würde? Gibt es beide Götter, haben auch beide gelogen, oder?
In einigen Naturreligionen gibt es den Polytheismus – eindeutig nicht so ein schizophrenes Wesen wie der dreifaltige Gott.

Literatur
1) direkt
- Johann W. von Goethe: Was, wenn es Prometheus wirklich geben hat? Ist er so etwas wie Jesus? Prometheus ist als Halbgott in die griechische Mythologie eingegangen, Jesus lediglich als Gottes Sohn. Hmm?
- Friedrich Nietzsche: z.B. „Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein.“ Alles nur eine Frage der Erziehung? Der Geistesgestörtheit?

2) weitergedacht
- Albert Einstein: „Die Probleme, die es in der Welt gibt, können nicht mit den gleichen Denkweisen gelöst werden, die sie erzeugt haben.“ Wie war das noch mit den in Gottes Namen geführten Kreuzzügen? Wären sie nicht sein Wille gewesen, warum hat er diese Schande nicht unterbunden? Im Dekalog heißt es doch auch: „Du sollst meinen Namen nicht unnütz gebrauchen“. Was wären diese Kriege denn anderes?
- Josef Victor von Scheffel: „Zwischen Entweder und Oder führt noch manches Sträßlein.“ Er hat vollkommen Recht. Doch im Christentum gibt es nur eines: entweder etwas IST gut ODER es ist böse! Et Basta!
- Voltaire: „Es ist gefährlich Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat.“ Und dann strafte Gott mit vielen Toten, Plagen, weiteren Ungerechtigkeiten.
Fazit: Wieslaw Brudzinskis Aphorismus „Einseitiges Denken ist auch eine Spezialisierung“ trifft haargenau auf Gott zu!

Nachbemerkung:
Ich weiß, dass dieser Text auch noch an anderen Stellen des Internets auftaucht, an einer [ein Forum] habe ich ihn selbst gesetzt, an anderer hat der Betreiber meine Erlaubnis [steht dabei]. Solltet ihr ihn jedoch an weiterer Stelle entdecken, bitte ich, mir den Link zu schicken. Der Fragenkatalog stammt allein aus meiner Feder… im Gegensatz zu Gedichten werden © gern weggelassen, wenn es um Texte dieser Art geht.
Im Übrigen: diese Aufzählung sei mit einem Augenzwinkern, aber dennoch nicht als Witz zu verstehen.
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Artikel stark gekürzt, aber nicht aktualisiert…
Warum?
SVV ist der sichtbare Ausdruck eines seelischen Notstandes und in der Regel kein Mittel Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
(Zitat: ehem. svv-community.net)
SVV muss als eine (hilflose) Art von Selbstfürsorge betrachtet werden, weil es dazu dient Druck, Spannung und Stress abzubauen und weitere Gefährdungen abzuwenden. Das Hinzufügen von körperlichen Schmerzen überdeckt die seelischen Qualen und wirkt dadurch befreiend.
(Zitat: ehem. svv-community.net)
Die gefühlte innere Leere verschwindet vorübergehend, Erleichterung und Zufriedenheit kehren ein, und es können wieder klare Gedanken gefasst werden. Eine Suizidgefahr wird durch diesen Mechanismus abgewendet. Mit der Realisierung der neuen Wunden entstehen Scham sowie Wut und Frustration über die eigene Schwäche und Angst vor sozialer Ächtung.
(Zitat: ehem. svv-community.net)

Beispiele für Formen des SVV:
- Schneiden mit scharfen Gegenständen wie z.B. Rasierklingen oder Messern
- Einritzen der Haut
- Bohren stumpfer Gegenstände ins Fleisch
- Wiederholtes Kopfschlagen
- Ins-Gesicht-schlagen
- Beißen
- exzessiver Schlafmangel
- Ständiges Abreissen der Lippenhaut
- Verbrühungen
- Verbrennungen (Zigaretten, Bügeleisen)
- Abbeißen von Fingerkuppen/ -nägeln
- exzessiver Sport
- ungesunde Ernährung/ Essstörungen/ Alk
- mangelnde Flüssigkeitsaufnahme
- Anhaltendes Schlagen von z.B. Löffeln an Knöchel
- Verätzen der Haut durch Chemikalien
- Aufbeißen der Wangenschleimhaut

Vorurteile und Reaktionen:
___Negativ
(1)
Das ist ‘ne Modeerscheinung und über die Hälfte der Leute, die cutten, haben keine Probleme, sondern wollen einfach nur auffallen und ‘anders’ und tiefsinnig wirken (ok, vielleicht ist das auch ein Problem). Besonders in der schwarzen Szene (die ich vor 4 Jahren gottseidank verließ) ist das recht beliebt und stylish…und natürlich lächerlich. Ich hab’s mal probiert, gebracht hat’s nix ausser vollgesiffte Taschentücher und mehr oder minder grosse Schmerzen.
Muss ja nicht sein, dass sich so ein hübsches Mädchen verunstaltet…
(2)
Wie kann man aus dieser traurigen und auch kranken Sache auch noch nen Hobby machen und nen Gedicht schreiben? Was willst Du erreichen? Das Deine Dummheit auch noch beklatscht wird, weil sie sich reimt?
(3)
…weil ihnen langweilig ist…
___Positiv:
(4)
Es gibt auch bei Selbstverletzern nicht ein bisschen verletzen oder nicht ganz so schlimm verletzen, genau so wenig wie es nur „ein bisschen schwanger“ gibt. Die Krankheit ist nicht „messbar“ an der Schwere der Verletzungen. Der Grat der Verletzungen spiegelt auch umgekehrt nicht das seelische Befinden wieder. Es ist eine seelische Erkrankung.

Betroffene Körperteile:
- Arme (74%)
- Beine (44%)
- Bauch (25%)
- Kopf (23%)
- Brust (18%)
- Genitalbereich (8%)
Betroffene:
- meist weiblich (Verhältnis etwa 5:1)
- in Deutschland ca. 200 000 (Hohe Dunkelziffer)

Quellen
Einleitende Zitate: ehemals svv-community.net, jetzt unter http://www.svv–community.net zu erreichen. Der Text ist allerdings in dieser Form nicht mehr vorhanden.
Vorurteile und Reaktionen: Diese Zitate sind diversen Foren entnommen (2002? 2003?). Die Nicks der Urheber habe ich NICHT gespeichert. Wer seinen Beitrag hier wiederfindet und eine Veröffentlichung nicht wünscht, hinterlässt eine kurze Nachricht.
Zahlen: confusia.de
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Es gibt keinen anderen Teufel als den, den wir in unserem eigenen Herzen haben.
Hans Christian Andersen
Man nennt ihn
- Satan [hebräisch]: Widersacher, Ankläger
- Luzifer [römisch]: Lichtbringer, Erleuchtung
- Belial [hebräisch]: ohne Gebieter, Niedertracht der Erde
- Beelzebub [hebräisch]: Herr der Fliegen
- Pan [griechisch]: Gott der Lust, später zum Teufel umgewandelt
- Diabolus [griechisch]: „abwärts fließend“
und vieles mehr.
Selbst Lilith, die sagenumwobene erste Frau Adams wird oftmals als Teufel gehandhabt. Er ist wohl tatsächlich ein gefallener Engel, doch niemand kennt die „Wahrheit hinter den Legenden“.
Zu Gott hinken die Leute, zum Teufel laufen sie.
dt. Sprichwort

Luzifer = DER biblische Teufel? Der sich so gewandelt, ja, in den Köpfen Gläubiger und Ungläubiger verselbständigt hat?
(Und ist er demnach tatsächlich noch biblisch?)
Luzifer soll
… der Grund für die Erschaffung der grobstofflichen Welt und der Menschheit sein.
… den Zweitgeborenen, d.h. die Schöpfung nach Christus darstellen.
… den Fürsten der Finsternis, den Fürsten der geistigen Hölle verkörpern.
… als Erster als ein rein männliches Wesen geschaffen worden sein.
Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß, daß die Menschen selber einander die Hölle heiß machen.
Friedrich Rückert

Ein Blick ins BdW (im Volksmunde auch Bibel genannt) verrät nicht viel, lässt noch mehr Deutungen offen und ist dennoch notwendig.
Offenbarung 12.9 und 12
„Und hinabgeschleudert wurde der große Drache – die Urschlange -, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert. Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, dass er [nur] eine kurze Frist hat.“
Daraus lässt sich schlussfolgern, dass der Gute definitiv nicht in der Hölle verweilt. Er ist mitten unter uns… (der Aberglaube)
Gott ist allein -
aber der Teufel, der ist fern vom Alleinsein:
er sieht Gesellschaft in Menge, er ist Legion.
Henry David Thoreau
Im sechsten Kapitel des Briefes an die Epheser wird zum Kampf aufgerüstet. Es wird vor dem Teufel folgendermaßen gewarnt:
„Wir haben ja nicht gegen Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die Geister des Bösen im Reich der Himmel.“
Kleiner Hintergedanke: Warum habt ihr es nicht geschafft?!
(Siehe fortfolgende Zeilen, wie man dem Bösen widerstehen könne)
Der Teufel hat mehr als 12 Apostel.
Alte Weisheit

In der Dichtung fand „das Böse“ von jeher großen Zuspruch – sei es als Warnung oder als Spiegel der Wirklichkeit oder schlicht als Vergleich.
[Auszüge]
Wenn die Welt zugrunde liegt,
kein Halm sich auf ihr nur bewegt,
das Göttlich Werk ist dann vollbracht
zuletzt gar nur der Satan lacht.
© „VampireLord“ (?)
Viele Exorzisten arbeiten wie besessen. Sozusagen auf Teufel komm raus.
Werner Mitsch
Glaub mir – Du kannst mir nichts glauben,
Ich hab den Teufel in den Augen
Und ich weiß:
Schnaps und der Teufel sind eins.
© Böhse Onkelz
Jeder verteufelt den Satan. Warum versucht eigentlich keiner, ihn zu bekehren?
Werner Mitsch
Ein Teufel auf Erden fiele sicherlich niemandem weiter auf und glitte in Anbetracht der schier übermächtigen menschlichen Konkurrenz sehr bald in eine tiefe Identitätskrise.
Peter Rudl
Wer den Teufel an die Wand malt, spart Tapete.
Unbekannt
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