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„Pensado para gourmets de la lectura y hambrientos de letras.“
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In Zeiten der Webshows über alles und jeden gibt es einen neuen „Sender“ mit recht hübscher Aufmachung, Literalia. Der Haken für die meisten von euch: es ist eine spanische Initiative. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, mal einen Blick hinein zu werfen, die Bilder sprechen für sich.
Und da dieses verdammte wordpress-Autoformat ständig den Player löscht, müsst ihr jetzt hier klicken, um euch den Clip ansehen zu können.
In der hier verlinkten Folge von Todo es poesía menos la poesía geht es um experimentelle Literaturformen. Wir hätten da zum Beispiel einen Gedichtband, der aus Schnipseln besteht. Nach jeder Zeile auf jeder Seite wurde ein Schnitt getätigt, so dass man bei jedem Aufschlagen ein neues Werk bestaunen kann. Oder aber eine Zeitschrift, die sich in der aktuellen Ausgabe als Portemonnaie präsentiert. Nicht etwa als Cover, sondern als echtes Portemonnaie, die Artikel stecken in Form von Tickets, Ausweisen usw. darin.
Schade nur, dass diese Art von Kreativität (die vorgestellten Produkte, nicht die Sendung) in Deutschland nicht wirklich möglich ist. Entweder macht es niemand oder aber der Preis ist so horrend, dass man es sich höchstens als Sammlerstück in die Vitrine stellen könnte.
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Wenn ich schon einmal eine Rezension verfasse (das letzte Mal, als ich noch halbwegs begeisterter Dimmu Borgir-Anhänger war… 2004?), muss ich auch euch dazu verdonnern, sie zumindest zu bemerken.
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Sechs Jahre hat es gedauert, bis Ska-P den Sprung aus der Versenkung schafften und nun mit ihrem siebten Studioalbum aufwarten. Mit fast einer Stunde Spieldauer bietet es für jede Laune das passende Lied, auch wenn die altgewohnte Kraft ein wenig geschwunden zu sein scheint.
Die Themen bewegen sich wie gewohnt auf kritischem Terrain: das schon vor ein paar Wochen veröffentlichte „Crimen Sollicitationis“ etwa kritisiert den amtierenden Papst als Beschützer der Pädophilien, der Lügner, kurz: der Priester, die sich an Kindern vergreifen. Aber auch sonst kommen scharfe Zungen gewöhnte Hörer auf ihre Kosten: die Scheinheiligkeit der Demokratie, die Überheblichkeit Amerikas, die Missachtung der Menschenrechte und auch der Funken Hoffnung, dass es wieder besser wird…
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1. Ni Fu Ni Fa
Mit sehr vertrauten Klängen beginnt „Lágrimas y Gozos“ (dt. Tränen und Freuden): kraftvoll, zur Bewegung drängend, den Stil verkörpernd, der so viele Lieder von Ska-P prägte. Vielleicht sogar das stärkste Stück der Platte.
2. El Libertador
Wiederum mit mehr „Ska“ als „P“(…unk) beginnend wirkt „El Libertador“ deutlich gesetzter. Aus dem freudigen Zappeln des Vorgängers wird ein hüpfendes Hin- und Herwiegen. Nichtsdestotrotz ein Lied, dass sich im Kopf festsetzt.
3. Crimen Sollicitationis
Ganz neue Töne? Das Crimen Sollicitationis ist ein päpstliches Dokument, welches beschuldigten Priestern und Bischöfen helfen soll, ihre sexuellen Vergehen unter den Teppich zu kehren. Mit wechselnden Elementen, die in dieser Art noch nie bei Ska-P auftauchten, prangern sie mit Kinderchor, Flüsterstimme und Schrei an, was schief geht hinter Kirchenpforten. Sehr hörens- und sehenswert! (*click*)
4. Fuego y Miedo
Eine Mundharmonika bei Ska-P? Klingt seltsam, funktioniert aber. Leider klingt Pulpuls Stimme hier nicht so souverän wie gewöhnt, sondern teils zu gepresst.
5. La Colmena
Und schon geht es wieder ruhig weiter, Reggae lässt grüßen, Punk löst ab und ein fragwürdiges Französisch mit abschließender Rückkehr zum Reggae beendet das Stück.
6. Gasta Claus
Definitiv das Überraschungsmoment der Scheibe. Ich staunte nicht schlecht, als es verdächtig nach amerikanischen Weihnachtsliedern klang. Dennoch verleiten Pulpuls Stimme (natürlich rau wie gewohnt!) und der Chor der übrigen Bandmitglieder eher zu einem fetten Grinsen, dass sich vor allem in der Mitte des Liedes verbreitert und zu unkontrolliertem Kopfnicken und Mitgrölen führt.
7. El Imperio Caerá
Leider nur ein mittelmäßiges Niveau, nichts Neues, keine klangvollen Überraschungen. Ein Lied, dass einfach nur im Hintergrund mitläuft und erst Aufmerksamkeit auf sich zieht, wenn das größte Problem der Band auftaucht: englisch…
8. Los Hijos Bastardos de la Globalización
Ein ruhiger, aber eingängiger Anfang leitet ein weiteres dieser besonderen Lieder ein, die sich gleichzeitig vom Rest abheben, aber doch vertraut ins Ohr schmiegen.
9. Vándalo
„Vándalo“ gehört ebenfalls zu der Gruppe der Mitlauflieder. Nicht schlecht, aber auch nicht herausragend, obwohl es im Albenvoting auf der Ska-P-Seite (ska-p.net) nach insgesamt 500 Stimmen an zweiter Stelle liegt.
10. El Tercero de la Foto
Wer gelegentliche Männerchoreinlagen zu schätzen weiß, kommt bei „El Tercero de la Foto“ auf seine Kosten. Mitsingen, mitschwingen und den Irakkrieg verdammen!
11. Decadencia
Stimmlich zwar als Ska-P zu identifizieren, ist dieses Lied das Schwächste der Platte. Erinnert ein wenig an unbekannte Green Day-Songs.
12. Qué Puedo Decir
Ska-lastig, aber ruhig fügt sich die Frage „Was kann ich sagen?“ nahtlos in das stilistische Auf und Ab von „Lágrimas y Gozos“ ein. Dieses Lied gehört wahrscheinlich zu denen, die man mehrmals hören muss, um sie zu schätzen zu wissen. Es gibt ein Potenzial, dass sich erst bei genauem Hinhören entfaltet, dann aber das Zeug zum Ohrwurm hat.
13. Wild Spain
Und so schnell, wie das siebte Album begann, endet es auch. Die Musik, der Rhythmus und der wissende Unterton im Gesang treiben voran, machen unruhig, beeinflussen die Stimmung.
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Fazit
Eine schöne Platte, vielleicht nicht so groß wie die vorigen, aber mit sehr guten Stücken, die sich zwischen trotzdem durchaus hörbaren verstecken. Wirklich schlecht ist immerhin kein Lied, auch wenn sich einige mittelmäßige eingeschlichen haben. Aber vielleicht heben gerade diese die anderen hervor?
Also: kaufen!*
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* Heute, dem Veröffentlichungstag (7.10.2008), ist das Album noch nicht in Deutschland erhältlich, dafür aber problemlos aus der Schweiz oder direkt aus Spanien bestellbar.
(c) Regenrot
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Keine Angst, es geht deutsch weiter. ![]()
Seit Dezember 2007 brodelt die Gerüchteküche rund um Ska-P (und zwischenzeitlich auch um The Locos, aber dazu später). Fast ein Jahr ist vergangen und nun ist es endlich soweit… sie sind wieder daaaaaaa!
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Und das heißt: am 7. Oktober erscheint das neue Album Lágrimas y Gozos, von dem ich schon ein paar Lieder gehört habe ( *click* ). Bin mal gespannt, ob die deutschen Händler (zumindest die Onlineshops, auf deutsche Plattenabteilungen kann man ja getrost… naja, lassen wir das) es diesmal gebacken kriegen, die CD in den Handel zu bringen. Bei der zweiten Locos-Scheibe hat es ein halbes Jahr gedauert, ehe es bei Amazon drin stand, von den No Relax-Platten will ich gar nicht anfangen… für die habe ich das Bundesland wechseln müssen. Ok, inklusive genialem Konzert. Ansonsten kann man sich das gute Stück für „nur“ mind. 20€ aus Spanien kommen lassen (und wer sich schon mal mit der spanischen Post beschäftigt hat, weiß, warum ich lieber noch etwas warte).
Außerdem haben die Jungs ihre Seite neu (aber nicht unbedingt hübscher….) gemacht, es gibt neue Bilder und wer auf den kleinen Picasalink in der Galerie (viele neue (Studio)Bilder!) klickt, kommt an Julios Webalbum und kann die Bilder in groß herunterladen. Geniale Sache.
Außerdem: das Video zur neuen Single Crimen Sollicitationis.
Nicht zu vergessen die Minitour, die natürlich überall, nur nicht hier stattfindet. Allerdings haben sich ein paar Leute stark gemacht und Pulpul bescheinigte tatsächlich (ein?) Deutschlandkonzert(e?) für nächstes Jahr.
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Tja – und The Locos?
Leider ein Thema für sich. Hier ist die Gerüchteküche viel interessanter als bei Ska-P, allerdings aus negativen Gründen. Zusammengefasst sieht es danach aus, als hätte es Pipi geschafft, die ganze Band gegen sich aufzubringen und endgültig wegzuekeln. Beim letzten Konzi trugen alle ein schickes Shirt mit der Aufschrift „Dirty Liar„. Zu sehen bei Ex-Mitglied Andres de Marco. -> Bilddirektlink.
Dazu folgenden genial-bösen Text von ihm:
I have to inform all internauts I’ve been diagnosed an acute coulrophobia. Fortunately I haven’t been prescribed any pills (even tho I have the best 3 psychiatrists in Spain! -well, that isn’t too big a deal really, but it’s pompous enough for a redneckish newly rich like me-).
* Clownsphobie
Schlussendlich gibt es auf den offiziellen Locosseiten (the-locos.com, myspace.com/thelocosskapunx) fast nur noch Pipi, haufenweise Bilder wurden geschwärzt, die Namen aller alten Bandmitglieder sind weg, die der neuen (es gab schon Konzerte!) nirgends zu finden. Pipi hier, Pipi da – mit diesem Egotrip hat er auch ohne genaue Kenntnisse einen großen Schritt Richtung Jauchegrube gemacht (*döt döt* Flachwitzdetektor!
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Joxemi
Da ich gerade keine Lust habe, ausführlich zu schreiben, hier ein paar lustige Begebenheiten vom No Relax-Konzert in Jena (11.04.08):
- Da ich seit Jahren keinen Spaß mehr auf Konzerten hatte, brauchte ich hier zumindest eine Aufwärmphase, in der ich wie üblich dumm rumstand. So etwas fällt allerdings auf, wenn man in der ersten Reihe eines kleinen Clubs in rot-schwarzen Klamotten steht und die Sängerin ein fröhliches Persönchen ist. Also wurde ich von Micky oft angegrinst, zum Lächeln aufgefordert, sie ging vor mir in die Knie und fuchtelte entsprechend rum usw.
- Als sie entdeckte, dass ich zumindest Teile eines Liedes auswendig konnte, bekam ich prompt das Mikro hingehalten und durfte zwei Mal „No somos diferentes“ schreien. Übrigens als einzige.
Mein Liebster hatte da natürlich grad weggeschaut… - Nach dem Konzert bekam ich von Bassist Hector seine Bierflasche geschenkt. Natürlich grinsend.

- Mein Gitarrengott Joxemi schüttelte mir die Hand.
- Den Ablaufplan der Band habe ich auch eingesteckt. Irgendwie kleben da eine Menge fremder Haare dran…

Micky
Die in Deutschland (noch) nicht/ nicht mehr erhältlichen CDs konnte ich auch endlich kaufen…

Joxemi und Hector

Der Beweis
Da es nur einen satanarchäolügenialkohöllischen Beitrag* gibt, hier ein weiteres sinnfreies, aber tolles Betätigungsfeld meinerseits:
Das macht Spaß, nervt alle anderen und man lernt eine Menge Schimpfwörter *g*.
Das einzige Problem dabei ist die Rechtschreibvernachlässigung der Bands und der Songtextbereitsteller. Seit Oktober sitze ich nun schon mehr oder weniger systematisch dran und langsam bekomme ich ein Gefühl für das Ganze. Auf die Gefahr hin, dass v.a. Pulpul und Pipi (Ska-P/ The Locos) irgendeinen lustigen Regiolekt nutzen, behaupte ich mal, mittlerweile die Aussprache ganz gut zu packen und verstanden werden zu können. Die Grammatik schenke ich mir derweil vollständig. Meine große Lektürebestellung will der verdammte Handel nämlich nicht liefern! ¡Hostia puta! ¡Estafadores! ¡Servicio es mentira!
Wenn ich darüber nachdenke, fallen mir auf Spanisch vor allen Dingen Sätze und Wörter ein, die man wunderbar brüllen kann bzw. die etwas radikaler/ derber gehalten sind. Aber fluchende Selbstgespräche vor Zeugen sind so wesentlich unterhaltsamer.
Das hier ist wahrscheinlich der langweiligste Blogeintrag nach dem, der die Neuerstellung meiner Homepage betrifft *lach*.
In diesem Sinne:
¡Ska!
* Aber da er so sinnlos ist, erscheint er nur im Trivia…
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