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Das Leben ist schrecklich schön, in all seiner Ambivalenz.
Objektiv so schön, subjektiv so schrecklich.

Parallel.

Ineinander verwoben.

Kompliziert.

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Und so tragen die Gedanken weiter, während das Leben seinen Gang geht. Nicht den gewohnten, einen neuen, gleich einem reißenden Fluss getragen von äußeren Einflüssen, im Inneren spitze Felsen beherbergend. Doch können Gedanken und Gefühle Stein sein? Oder sind dies die Antworten auf unbedachte Fragen, still gestellt zur falschen Stunde?
Möge ein anderer schlau daraus werden…

Derweil betrachte ich die Ambivalenz aus sicherer Distanz und dennoch: mitten drin.
Verworrener denn je und klarer noch als gestern.
Das symbolische Gestern. Wer kennt es nicht? Ist es nicht Erfindung und Realität zugleich? Referiert man nicht zu oft auf etwas Fernes, Abstraktes und meint doch das
Hier und Jetzt? Und ist hier noch die Wahrheit am Werke oder Lüge, Selbstlüge, so es diese denn gibt?

Und wie hieß es in diesem Lied (1)? >Ich liebe Dich weniger als gestern, doch mehr als morgen.<
Es ist nicht die Liebe, die ich meine, nur die Relation der Zeiten. Eine Zeile, über die ich viel nachdachte in den letzten Wochen. Auf der sichtbaren Ebene so einfach, dennoch steckt etwas anderes dahinter… etwas, was nicht mit dem Geist zu fassen ist. Nicht nur die sterbende Liebe oder was immer man hier einsetzen mag, nein, es ist mehr.

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Überdies, getrieben von der weltlichen Lustlosigkeit meines Providers und dem Umstand, dass diese beiden „Dinge“ mich gerade sehr beeinflussen, ein Zitat von Immanuel Kant:

Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.

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(1) The Broilers – Vanitas

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Bitte Hand hoch: wem wird hierbei nicht schlecht:

Das ist zwar nicht das erste Video dieser Art, dass ich sehe, aber wieder mal eins von der Sorte, bei denen ich trotz Abneigung gern ein kotzendes Smiley  an dieser Stelle einbinden würde.
Mal ehrlich, wie beschränkt muss mensch sein, wenn er die Hochzeit zweier homo sapiens sapiens*, die er nicht kennt**, als Beschränkung seiner Rechte sieht? Von welchen verdammten Rechten reden wir hier? Denen auf Blödheit? Ich dachte ja immer, dass die nur eine urbane Legende seien.

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* Die Biologie spielt also keine Rolle, v.a. bei den hohen Homosexuellenquoten im Tierreich und dem simplen Fakt, dass Hochzeit nicht mehr als ein verbrieftes „die zeigen jedem, dass sie sich für zusammengehörig halten“ ist.
**schließen wir also frei heraus aus, dass es ein potentieller Partner der Gegner wäre und Eifersucht nicht der Grund ist.

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Nächstes Beispiel dieses Vereins: Confused Children TV Ad. Man achte auf die Sprecherin: „Our kids will be tought a new way of thinking“. Das ist evil. Merkt euch das. Denn wenn sich eine Regenbogeninitiative (siehe Kommentare bei Niggemeier) gegen Homosexuelle, welche dieses Symbol schon „etwas länger“ nutzen, wendet, sollte man ganz schnell die Decke über den Kopf ziehen. Fragt sich nur, wem.

Und damit dieser Beitrag nicht nur aus zu Buchstabe/ Video gebrachtem Erbrochenen besteht, noch ein Film, welchen ich schon vor Wochen einbinden wollte. Ein schöner Film. Berührend. Und vor allem: im Gegensatz zu NOM (das sind die Damen und Herren von oben, die lieber selber herzlos heiraten, als anderen ihr Glück zu gönnen): menschlich!

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Sommer! Sonne! Sonnenschein!

Der Frühling ist da und ich nutze den Sonnenschein dazu, mich sommerlich-spärlich bekleidet auf dem Fensterbrett zu tümmeln. Seit über zwei Stunden hocke ich nun schon hier oben und lasse meinen Blick kontinuierlich zwischen Buch (leider ein Fachbuch), Laptop und draußen schweifen.
Ich habe mich schon gefühlte 5 Mal neu eingecremt, so warm ist es… Mein Fenster ist sogar offen, so dass die Sonnenstrahlen ungehinderten Zugriff auf meine Haut haben. Von Wind kann auch nur einmal pro Stunde die Rede sein. Das wirklich Faszinierende ist aber der Vergleich der Leute auf der Straße. Meinen Sommerkleidungsstatus (rückenfreies, ärmelloses Top) kann bisher nur der Mann toppen, welcher gegenüber die Dachrinnen säubert: kurze Hosen und T-Shirt. Platz drei bekommt das Mädchen, welche diese schrecklichen halblangen Leggins mit normalem T-Shirt zu Ballerinas trug.
Dann wird es schon wieder langweilig.

Wären da nicht… ja, wer eigentlich? Bei der letzten Dame musste ich unwillkürlich an russische Babuschkas denken. Sie trug einen dick gefütterten, knielangen Mantel, bis obenhin zugeknüpft, Ug-Boots (werte Herren, dass sind diese unförmigen Winterstiefel, die aussehen, als sei die Betreffende in den Teddy ihres Geschwisterchens getreten, welchem daraufhin spontan Gesicht und Ohren abfielen) und einen Hut, den ich erst für eine Pelzmütze hielt. Den zweiten Platz verdiente sich ein kleines Mädchen, welches einen Winterschal trug. Beachtlich, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass es a) wirklich verdammt warm ist, b) sie sich bewegt und c) einen großen Rucksack schleppen muss. Nummer drei hatte eine pelzkragenbesetzte Winterjacke anzubieten.
Und schon wieder läuft unter meine Fenster eine Frau mit Hut und zugeknöpftem langen Mantel entlang… schwitzen die denn nicht?! Ich schmelze hier oben trotz gemütlichem Sitzen und viel nackter Haut. Nicht zu vergessen, dass das hier eine recht hüglige Gegend ist, was zusätzlich anstrengt.
Langsam wird es lustig. Das Mädel von oben kam eben wieder vorbei. Sie trägt noch eine Sweatjacke. Ihr entgegen kam ein neuer Kandidat für die Pro-Sommer-Liste: Bermudashorts, T-Shirt, Rose in der Hand (bei der spärlichen Begrünung dieser Industriestadt ein wichtiger Hinweis).

Die Leute wundern sich ja oft, wenn ich den Frühling ausrufe. Das sind Tage, an denen die Sonne scheint, aber die Temperaturen an der Schmerzgrenze zwischen „nur Jacke auflassen“ und „T-Shirt mit dünner Jacke statt Pullover unter dieser“ liegen. Ich verzichte dann gern einfach ganz auf die Jacke, auch wenn ich zum Teil friere, aber manchmal sollte man einfach ein Statement setzen. Meins lautet schlicht und einfach FRÜÜÜÜHLING!!!
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PS: Die babuschka-ähnliche Frau läuft eben wieder vorbei. Die Jacke ist immer noch geschlossen und ich meine ein Halstuch oder einen dünnen Schal zu erkennen. Verrückt.

Welcher Idiot hat eigentlich die ganzen mausballlosen Mäuse erfunden?

Bis letztes Jahr hatte ich zumindest an meinem Desktop noch eine gute alte Maus. Die funktionierte wunderbar, tipptopp, war schön groß (ich bekomme Handkrämpfe von modernen Mäusen…) und hatte keinerlei Aussetzer. Niemals. Außerdem war sie leicht zu reinigen und man traute sich noch, sie zu öffnen und nach dem Rechten zu sehen. Mein liebes Mäuschen hat mir über 5 Jahre wunderbar gedient. Aber ich meinte ja, für den neuen Superrechner mal einen Austausch vornehmen zu müssen.


Scheißidee!


Mittlerweile besitze ich für jede Gelegenheit eine optische Maus (war meist in einem Paket dabei…): eine große für den Desktop (die ist total im Eimer und erst einige Monate alt… natürlich von einem namenhaften Hersteller), eine kleine für den Laptop, eine kabellose für das Grafiktablett und wahrscheinlich noch irgendwo eine andere. Mit keiner bin ich zufrieden. Verschiedene Größen, Hersteller, Preise, alle nerven zwischendurch, bekommen das große Zittern oder der Cursor wandert gleich einmal über den gesamten Bildschirm… die mittlere Maustaste lässt sich mal gar nicht drehen, mal, ohne zu reagieren… Nichtreagieren scheint mir sowieso das zu sein, was die am besten können und JA – ich weiß um die Besonderheiten, die den Untergrund usw. betreffen.


Einfach nur Blödsinn!


Das Schöne daran ist, dass ich keinerlei Verbesserung in der Handhabung festgestellt habe… Es ist einfach nur teurer Schrott mit großem Ärgerfaktor.


Die neue Mausballmaus, die ich mir rausgesucht und leider liegen gelassen hab, liegt bestimmt schon im Müll. Meine Ersatzmäuse haben ein zu kurzes Kabel. Kabellos mag ich nicht. Die Box mit meinen alten Mäusen (Nostalgie wahrer PC-Liebhaber ) ist unauffindbar. Wirklich gute neue kosten ein Vermögen (geniale Gamermaus selbst bei Ebay für 80,00€), weniger gute sehen auch entsprechend abgewrackt aus. Toll!

Kurzum:

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Das war er also, der Eurovision Song Contest.


Ausnahmsweise habe ich mich dieses Jahr etwas eingehender damit beschäftigt, ausgehend von den auch im Nachhinein noch äußerst lesenswerten Artikeln Der große Grand-Prix-Führer, Grand Prix: Puterlos ins Finale und Grand Prix: Dschinghis Khan lebt!. Selten so gelacht. Und wiederholt gefragt, ob ich Fan des Autors sei. Wohingegen ich mich fragte, warum der Herr Niggemeier, meine Befragten und natürlich meine Wenigkeit die Veranstaltung immer noch als „Grand Prix“ bezeichnen… Vielleicht wäre ja „Big Balkan“ angemessener? Österreich zum Beispiel verweigert die Teilnahme wie auch einige andere Länder aufgrund der Osteuropalastigkeit der letzten Jahre. Und in der Tat fiel sie bei der Bewertung ins Gewicht. Watt’n Zufall! Überraschung!

Eine gewisse Faszination übt der Grand Prix (…?) ja doch aus. Gute Lieder sind wie üblich rar gesät und natürlich kann man sich darauf verlassen, dass sich bestimmte Länder einfach mal lieb haben. Völkerverständigung? Einschleimerei?
Umso lustiger dafür die Teilnehmer. Irgendwo zwischen Skurilität (Ishtar: „O Julissi“ – Belgien, leider ausgeschieden), „Balkanität“ (fast alle einzeln auftretenden Damen hatten etwas sehr klischeehaftes), „hat Stimme, aber aussichtslos“ (Vânia Fernandes: „Senhora Do Mar“ – Portugal) und sich einbrennendem was-auch-immer (ganz vorn mein Favorit Rodolfo Chikilicuatre: „Baila El Chiki Chiki“ für Spanien. Und ja, ich höre das Lied wirklich auch privat freiwillig!) war der Contest wie üblich langweiliger als die Kommentare im Vorfeld. Was wohl auch an der Riege nicht enden wollender Frauchen ohne Wiedererkennungswert liegt. Obwohl ich mich da auch irren könnte. Der Bräunungsgrad einiger Blondinen lag eindeutig über ihrem Gesangstalent. Auch die Dame mit dem fiesen dezenten Make Up und dem im Dunkeln leuchtenden leichten Zahnbleeching (Isis Gee für Polen) wird mich wohl noch lange verfolgen.

Ich fürchte fast, nach so viel Eurotrash, pardon, ich kann ja nicht schon wieder durchstreichen, -vision bin ich nicht mehr in der Lage, zusammenfassende Gedanken zu äußern. Dabei hatte ich hier noch so viel vor. Zum Beispiel wollte ich etwas über Rodolpho Chikilicuatre und den ältesten Teilnehmer, 75 Cents aus Kroatien (welcher eigentlich trotz meines Fremdpatriotismusses gegenüber Spanien den wahren Sieg verdient hätte), schreiben. Aber die Barbies von eben überfluten mein Hirn noch immer (passendes Lied, welches gerade läuft: Invasión von No Relax). Notgedrungen ende ich also nicht mit meinen Geistesblitzen von vorhin, sondern mit einem Tipp: wer Verka Serduchka letztes Jahr auch so genial fand, sollte sich unbedingt sein Lied Gop, gop! ansehen. Letztes Abendmahl, osteuropäische Songpower, wie ich sie mag(!) und großes Kino in einem.

Als Rätsel nebenbei hier die Platzierungen in Form alkoholisierter Landessprache:
1. Приветствия
2. Budmo!
3. Jamas!
4. Genatset!
5. Skål!
6. Ziveli!
7. Serefe!
(man denke sich eine Serife unter dem “s“)
8. Afiyæt oslun!
9. L’Chaim!
10. Zivjeli!
11. Gagimardschoss!
12. Uz veselibu!
13. A sia saide!
14. Skál!
15. Skål!
16. ¡Salud!
17. Gëzuar!
18. Skål!
19. Á votre santé !
20. Viva!
21. Živjeli!
22. Kippis!
23. Prost!
(Na, wer lacht am Besten? Jaah, die Letzten! Selbst Schuld. Wie jedes Jahr.
Tralala, ein bisschen Frieden…)

24. Vivat!
25. Cheers!

Für Fehler dürft ihr diese Seite verklagen. Oder so.

Nachtrag:
Grand-Prix-Finale: Das verdiente Debakel
„Die No Angels schafften das Kunststück, mit ihren Kleidern gleizeitig (sic!) nuttig und tantenhaft auszusehen. Vor allem aber war ihr Auftritt eine tödliche Kombination daraus, die Sache ernst zu nehmen, aber gleichzeitig völlig unambitioniert und leidenschaftslos zu wirken. Die Franzosen und Spanier können wenigstens sagen, sie hätten Spaß gehabt.“(ebd.)

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Wir haben wirklich gute (Nachwuchs)musiker im Alternativbereich. Sie haben interessante Ideen, die Texte sind teils nicht übel (bei einigen greift man sich aber nur noch gepflegt an den Kopf) und irgendwie schaffen sie es auch hin und wieder, auf einen Sampler zu kommen oder eine eigene CD aufzunehmen.

Ein Problem bleibt.

Vor allem im Ska- und Punkbereich überkommt mich oft das kalte Grausen. Das Lied beginnt, die Instrumente setzen ein. Es klingt gut. Viel versprechend.
Bis…
Bis der Sänger seine Stimme erhebt und ich mich zum 1000 Mal frage:
Wenn der da halbwegs professionell auftreten darf, warum dann nicht ich? Nicht-singen kann ich auch ganz toll!


Die Stimmen klingen meist unausgefeilt, roh, wenig klangvoll. Überhaupt fehlt ihnen jede Fülle. Sie quietschen einen Text herunter und ich soll mich freuen. Am besten auch noch unmelodiös. Dürfen jetzt nur noch die eigenen Freunde in Bands? Sind gute Stimmen out oder zu schwer zu finden? Und warum zur Hölle habe ich bei gefühlten 30 Bands ein kleines Teufelchen im Hinterkopf, das mir flüstert, dass das jedes Mal derselbe wenig talentierte Kerl sein muss?!

Gestern erst wieder lauschte ich den Tönen der Herren von Coppelius. 5 unterschiedliche Charaktere, 5 ganz unterschiedliche Stimmen – vom Kreischen bis hin zum melodiösen Bariton. Alle 5 klingen auf ihre Weise gut, sind ausgefeilt, man hört ihnen die Übung an. Nicht aber so die Vocals der deutschen Ska-CDs, die ich gerade durchhöre. Gruselig, wirklich gruselig. Von daher überraschte mich gestern auch die Vorband 9 a.m.. Da ich seit langem keine gute regionale Vorband vernahm, war ich recht überrascht, dass der Sänger tatsächlich auch singen (und entertainen) konnte! Der Bassist auch! Hey, es geht ja doch! Nur „leider“ sind 9 a.m. aus dem rockigen Bereich.

Bleibt also weiter nichts, als Ska und Punk aus dem Ausland zu importieren.
¡Seguimos en pie!

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Professor Snape in Kaffeeautomat gesichtet – Zaubertrankunterricht jetzt auch in der akademischen Muggelwelt?

Es trug sich zu, dass ich – wie so oft in letzter Zeit – meinen Koffeinkonsum infolge dauernden Schlafmangels spontan in die Höhe treiben wollte. Während ich irritierenderweise über einen Schokocappuccino gebeugt einem Bekannten beim Abschreiben einiger Texte beobachtete, beziehungsweise mich in der hohen Kunst des Kopfüberlesens der Krakelschrift meines Freundes übte, durchfuhr mich ein Verlangen.
Kaffee!?
NEIN! In heißer Milch badender Espresso sollte es sein. Frau von Welt lässt grüßen.

So marschierte ich wider besseren Wissens zum Kaffeeautomaten nebenan, um hernach fasziniert und angeekelt zugleich zu beobachten, wie transparente Milch – im Volksmund auch „Wasser“ oder „Gänsewein“ genannt – aus dem röhrenden Gerät in meine strahlend weiße Tasse sprudelte. Entsetzt registrierte ich, wie sich der Espresso im Todeskampf hinterher stürzte. Welch Frevelei! Eine olfaktorische Inspektion veranlasste mich – zugegebenermaßen auch um der Theatralik willen – zu meinem Begleiter zurückzukehren, um ihn mit nach wie vor vor Ekel verzerrtem Gesicht zu fragen, ob die Mensa denn Kaffee zurücknähme.

Dann begann die Odyssee.
Aus dem Raum heraus, vorlaufen, Treppe runter, Foyer durchqueren, durch Cafeteria schlängeln, an Kasse anstellen.

Die Dame erwies sich als freundlich und hilfsbereit. Für den oberen Automaten sei sie zwar nicht zuständig, aber immerhin einen Kaffee könne sie mir anbieten. Leider habe sie keinen Schlüssel für den hiesigen Automaten, welcher mir mein gewünschtes Getränk sicher mit Freuden – und Milch! – bereitet hätte. Den Kaffee schlug ich froher Hoffnung aus und begab mich auf den beschwerlichen Rückweg.

Von Kasse wegschlängeln, Cafeteria durchqueren, Treppe hoch, Treppenvorplatz passieren, Essensausgaben musternd ein passendes Küchenfräulein suchen, den Ausgabebereich durchqueren und neben einer Frau zum Stehen kommen.

Diese drehte mir demonstrativ den Rücken zu und ignorierte mein unter älteren Semestern übliches „Entschuldigung…“ gekonnt. Der zweite Versuch fruchtete: ich hatte geschätzte 24,86% ihrer Aufmerksamkeit erlangt! Auf meine Frage hin, an wen ich mich (nach wie vor ebenfalls demonstrativ mit der heißen Tasse schwenkend) bezüglich des Automaten wenden könne, empfahl sie mir den Geschäftsführer. Erneut durchströmte mich das mittlerweile schon bekannte Gefühl der Irritation. Die Milch ist alle – und ich soll mit dem Geschäftsführer sprechen?! Im dritten Anlauf verstand sie endlich mein Problem.

Nicht, dass sie interessiert daran war.
Nicht, dass die Milchpreise für Kaffeegetränke zwei Tage vorher erhöht worden wären und ich nur Wasser bekommen hätte.
Nein, sie empfahl mir, nachdem ich meine Verzweiflung erneut zum Ausdruck brachte, ganz einfach folgendes: „Schütten Sie ihn doch weg und tun Wein rein!“. Und drehte sich wieder um.

Um es kurz zu machen:
Ich hasse Wein.
Es war noch nicht einmal 12 Uhr mittags.
In der Mensa/ Cafeteria gibt es keinen Wein.
Sollte ich etwa als Tribut die Tasse stehlen, um sie hernach alkoholisch zu befüllen?!

Frustriert trotte ich mit meinem nach verbrannten Kaffeebohnen stinkenden Gebräu zurück zum Automaten, um die nicht ganz volle Tasse mit jener zweiten Flüssigkeit, welche ich verdamme, zu befüllen: Kaffeesahne.

Aus purem Trotz trank ich „es“ dann doch… auf dass ich mich bei Vollmond in ein Frettchen verwandele…

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Was ist es?

[ ] Dummheit?
[ ] Unachtsamkeit?
[ ] fehlendes Hirn?
[ ] Selbstüberschätzung?

Es ist meist männlich, postet in Foren immer und immer wieder die gleichen Bilder. Entweder sind sie sexistisch und/oder eklig (von oben bis unten vollgereiherte Besoffene) oder man findet sie eine Seite vorher schon einmal.

Ja, ich spreche von euch, ihr hirnlosesten aller unachtsamen, sich selbst überschätzenden Dummen.

Ihr seid es doch, die sich Bilder aus eben diesem Thread herunterladen und darauf brennen, dass 2 oder 3 Leute etwas einstellen, um hernach eben diese Fotos wieder einstellen zu können. Die sich tierisch aufregen, wenn man sie darauf hinweist („Man kann doch nicht alle 365 Seiten kennen!“ – nein, aber wenigstens die der letzten Woche?!), alle Kritiker als „Laberer“ abstempelt. Und ihr seid es auch, die es in eurer grenzenlosen Ignoranz fertig bringt, allen, die euer Gehabe nervt zu sagen, sie sollen die Augen davor verschließen.

Bestimmt seid ihr auch in den Spielethreads sehr aktiv. Wenn eine Community aus Gruppen mit speziellen Themen, zu denen nur die Mitglieder Zutritt haben statt aus einem Forum mit verschiedenen Boards, die alle sehen können, besteht, welchen Sinn macht es dann, in der Gruppe „Physik und Du“ die folgenden ach so sinnvollen und ach so lustigen Threads zu eröffnen (Rechtschreibung im Original, rote Verwunderung: moi)?

- Schreib was wahres über den User unter dir
- „schuldig oder unschuldig“
- „Filme Raten“
- „Antwortet mit Ja oder Nein!“
- „endlos Zählen…“
- „Assoziationsspiel“
- „Der/Die Attraktivste in dieser Gruppe ist…“
- „Musikvideos raten !!!“
- „Dichte etwas über den Vorposter“
- „Dem Vorposter etwas auf der Pinnwand hinterlassen…“
- „dem vorposter einen kommentar im fotoalbum hinterlassen“
- „Legt euren Kopf auf die Tastatur und rollt ihn hin und her :D
- „lieber… oder lieber… ?“

Diese hier sind nur die der ersten Seite. Da bleibt nicht viel Platz für das eigentliche Thema.

Sollte man sie nun
[ ] erhängen?
[ ] in den Monitor stoßen?
[ ] ihnen die Hände dauerhaft eingipsen?
[ ] ihnen zur besseren Sicht á la Overlord Säure in die Augen träufeln?

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(Man erinnere sich an Kuscheln für Mitarbeiter)

Im schönen Amerika wurde eine Schülerin zu 2 Tagen Nachsitzen verurteilt – für 2 Umarmungen. Das Mädchen ist 13 und verabschiedete sich jugendgemäß von ihren Freundinnen.

C’est ca.


Der “District Superintendent” Sam McGowen scheint der einzige zu sein, der diese Arte der Bestrafung für diese schwere Missetat schlimm findet. Seiner Meinung nach hat in der Schule nicht das kleinste bisschen Zuneigung öffentlich gezeigt zu werden. Warum? Zuneigung, die über einen gebrüllten und zackigen Morgengruß hinausgeht, zeuge von schlechtem Geschmack und bringe die Schule und alle in diesen „Skandal“ verwickelten Personen in Verruf.

Und jetzt sagt mir doch noch einmal, warum es hierzulande niemanden wundert, dass in Amerikas Schulen gern Amok gelaufen wird?!

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Quelle

Es ist Mittag und das TV zeigt uns mal wieder die wunderbare Welt der Coachings.
Zwei Übergewichtige – Anja und Michael – sind seit Jahren arbeitslos und bekommen nun die üblichen Aufgaben gestellt. Jeder muss Passanten in einem Einkaufszentrum Rosen überreichen. Selbstverständlich musste Anja dazu von der östliche Heimat in den tiefen Westen reisen. Wie nicht anders zu erwarten, haben viele der Angesprochenen das Angebot abgelehnt. Und – Überraschung! – natürlich kommt die These auf, dass es (oder auch nicht) etwas mit dem Gewicht der beiden zu tun hat. Auch in der Vorschau für morgen: Michael erklärt Anja, dass sie fett sei. Er selbst scheint kein Gramm weniger zu wiegen, gab sich im Einkaufszentrum schlussendlich als charismatische Person aus. Juhu.
Nun fragt man sich doch, auf welchen Klischees und Standards wir übermorgen rumreiten können. Die sehr hübsche, aber auch sehr mollige Arbeitslose muss vielleicht nur abnehmen und bekommt sofort Selbstbewusstsein und im Anschluss einen Job? Am besten noch im gönnerhaften Westen.


Nächstes Beispiel: Dr. House, „Que será será“, gestern Abend.
Ein extrem übergewichtiger (suizidal adipös: >220kg) Mann wird von der Feuerwehr für tot erklärt, alle machen sich über ihn lustig, bis einer feststellt, dass „der Fette“ noch lebt. Im Krankenhaus weigert sich der Patient, an Untersuchungen teilzunehmen, welche eine Diagnose zulassen würden, die nur auf sein Gewicht zurückzuführen sind. Und tatsächlich: er hat „nur“ Lungenkrebs. Hurra, hurra, Dr. Chase mit der starken Dickenphobie, der ihn gar nicht behandeln wollte, hatte Unrecht. Dass die Folge trotzdem die ganze Zeit über einen bösen Unterton hatte: geschenkt.
Die Gesellschaft wandelt sich angeblich gerade hin zu „Ich habe ein paar Kilo zu viel? Na und!“. Trotzdem merkt man weder in den Medien noch im Allgemeinen auf der Straße etwas davon. Nur H&M geben in ihrem Onlineshop die Maße der Klamotten für Größe 40 an.

Ha! Diskriminierung der Schlankeren!

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Ablage

Regenrot hat

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