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Sommer! Sonne! Sonnenschein!

Der Frühling ist da und ich nutze den Sonnenschein dazu, mich sommerlich-spärlich bekleidet auf dem Fensterbrett zu tümmeln. Seit über zwei Stunden hocke ich nun schon hier oben und lasse meinen Blick kontinuierlich zwischen Buch (leider ein Fachbuch), Laptop und draußen schweifen.
Ich habe mich schon gefühlte 5 Mal neu eingecremt, so warm ist es… Mein Fenster ist sogar offen, so dass die Sonnenstrahlen ungehinderten Zugriff auf meine Haut haben. Von Wind kann auch nur einmal pro Stunde die Rede sein. Das wirklich Faszinierende ist aber der Vergleich der Leute auf der Straße. Meinen Sommerkleidungsstatus (rückenfreies, ärmelloses Top) kann bisher nur der Mann toppen, welcher gegenüber die Dachrinnen säubert: kurze Hosen und T-Shirt. Platz drei bekommt das Mädchen, welche diese schrecklichen halblangen Leggins mit normalem T-Shirt zu Ballerinas trug.
Dann wird es schon wieder langweilig.

Wären da nicht… ja, wer eigentlich? Bei der letzten Dame musste ich unwillkürlich an russische Babuschkas denken. Sie trug einen dick gefütterten, knielangen Mantel, bis obenhin zugeknüpft, Ug-Boots (werte Herren, dass sind diese unförmigen Winterstiefel, die aussehen, als sei die Betreffende in den Teddy ihres Geschwisterchens getreten, welchem daraufhin spontan Gesicht und Ohren abfielen) und einen Hut, den ich erst für eine Pelzmütze hielt. Den zweiten Platz verdiente sich ein kleines Mädchen, welches einen Winterschal trug. Beachtlich, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass es a) wirklich verdammt warm ist, b) sie sich bewegt und c) einen großen Rucksack schleppen muss. Nummer drei hatte eine pelzkragenbesetzte Winterjacke anzubieten.
Und schon wieder läuft unter meine Fenster eine Frau mit Hut und zugeknöpftem langen Mantel entlang… schwitzen die denn nicht?! Ich schmelze hier oben trotz gemütlichem Sitzen und viel nackter Haut. Nicht zu vergessen, dass das hier eine recht hüglige Gegend ist, was zusätzlich anstrengt.
Langsam wird es lustig. Das Mädel von oben kam eben wieder vorbei. Sie trägt noch eine Sweatjacke. Ihr entgegen kam ein neuer Kandidat für die Pro-Sommer-Liste: Bermudashorts, T-Shirt, Rose in der Hand (bei der spärlichen Begrünung dieser Industriestadt ein wichtiger Hinweis).

Die Leute wundern sich ja oft, wenn ich den Frühling ausrufe. Das sind Tage, an denen die Sonne scheint, aber die Temperaturen an der Schmerzgrenze zwischen „nur Jacke auflassen“ und „T-Shirt mit dünner Jacke statt Pullover unter dieser“ liegen. Ich verzichte dann gern einfach ganz auf die Jacke, auch wenn ich zum Teil friere, aber manchmal sollte man einfach ein Statement setzen. Meins lautet schlicht und einfach FRÜÜÜÜHLING!!!
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PS: Die babuschka-ähnliche Frau läuft eben wieder vorbei. Die Jacke ist immer noch geschlossen und ich meine ein Halstuch oder einen dünnen Schal zu erkennen. Verrückt.

Es gibt da ein Phänomen, welches ich nicht ganz einordnen kann.
Heutzutage gibt es ein breites Spektrum an Kleidung, welche man im öffentlichen Berufsleben tragen kann und immer mehr Einzug in etwas konservativere Branchen findet. Nicht die, in denen man auf den Scheiterhaufen kommt, wenn man keine hohen Schuhe und Anzug/ Kostüm trägt, wie dies in großen Banken der Fall zu sein scheint, sondern die, in denen diese Kleidungsstücke zwar zum Alltag gehören, aber keiner ein Wort darüber verliert und durchaus auch anderes getragen wird.
Nun ist es so, dass jungen Menschen oft gesagt wird, dass sie sich „ordentlich“ in Ausbildung und Beruf zu kleiden hätten. Kein großer Ausschnitt, keine kürzeren (ich sage bewusst nicht „kurzen“) Röcke, knallenge Hüfthosen etc. Aber dies betrifft ja eher die pseudosexy Ghettoelite. Zumindest entsteht bei mir dieser Eindruck, wenn ich ein Boulevardmagazin einschalte. Es geht weiter. Weite Röcke, bestimmte alternative, aber frische, freche Designs, die nicht darauf aus sind, einen mehr oder minder erotischen Standpunkt zu vertreten. Und so fort.

Halten wir fest: obwohl ich immer wieder Mädchen in gewagten Outfits oder mit punkigen Frisuren (in der konservativsten Drogerie der Stadt!) in Jobs mit hohem Kundenkontakt sehe, gerate ich immer nur an die, in denen so etwas nicht gern gesehen wird. Man erkennt es schon am Blick der Chefs.

Und nun kommt der witzige Part an dieser Angelegenheit. All diese Modeerscheinungen sind bis etwa 35 als zu teeniehaft/ unseriös usw. eingestuft. Oder diejenige wird vom Charakter her entsprechend gesehen. Dazu muss sie aber schon ein sehr fröhlicher Typ sein. Der Mensch ist nun mal ein Herdentier und in Herden in Anpassung besonders beliebt.
ABER!
Dann wird man 40 und es ist auf einmal unheimlich cool, so auszusehen. Da haben die Damen grüne und blaue Strähnchen zur selben Zeit in ihrem gegelten Haarschopf. Als Anfänger (also die ersten 10 Jahre) oft undenkbar. Da blitzen Tattoos bei einigen durch. Im jüngeren Alter versteckt man die in besserbezahlten Branchen besser. Da werden ausschweifende Ethnooutfits getragen und alle Kollegen loben es hoch.

Warum bekommt die eine Altersgruppe Komplimente, die andere tadelnde Blicke?
Und wo sind die toleranten Chefs, von denen die Menschen mit den wirklich individuellen Outfits immer erzählen?

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PS: Soll ich euch mal zum Vergleich meine Blazer- und Anzugsammlung zeigen? Meinen langärmligen Blusenstapel? Oder meine neue Kurzarmbluse, die endlich Ärmel hat, die genau meine Tattoos abdecken?
Alles ein schlechter Witz…

„Mama, Mama, ich will jetzt endlich zum WGT! Die anderen warten schon“
„Nein, mein Kind, so gehst Du mir nicht aus dem Haus! Wo ist denn Deine Gummimaske und wieso ist der Rock so lang?!“
„Aber Mama, es soll doch nicht jeder meinen Hintern sehen!“
„Schäm Dich! Das gehört nun mal dazu!“

Kommt euch das irgendwie bekannt vor?
Zum vierten Mal verschlug es mich dieses Pfingsten nach Leipzig zum Wave Gotik Treffen (welcher Legastheniker hat sich das eigentlich ausgedacht?). Obwohl nur ein paar Stunden und diese ausschließlich im heidnischen Dorf anwesend, bot sich mir das übliche Bild. Und auch die Menschen, mit denen ich über dieses schöne Thema diskutierte, erzählten mir von unserem überaus geliebten, oben beschriebenen Phänomen. „Üblich“ heißt in diesem Falle zum Beispiel

  • einfach halbnackt
  • halbnackt mit Tape über den Brustwarzen
  • halbnackt in Unterwäsche
  • halbnackt in Strumpfhosen und Oberteil (wahlweise auch mit String)
  • ganz nackt (mir transparentem Regenmantel).
  • Wahlweise aber auch

  • mit Gas- oder Gummimaske
  • Brustklammern und offener Bluse
  • Knebel
  • angekettet
  • komplett gefesselt
  • Schläuchen statt Haaren oder an den Klamotten *click*
  • Uniformen zweifelhafter Herkunft

Wer einige Exemplare dieser Gattung bewundern möchte, der werfe einen Blick in die Galerien, welche hier zu finden sind.

Und wie so oft fragten wir, die zwar nicht unbedingt völlig unauffällig, dennoch aber zumindest halbwegs praktisch angezogen und gestylt waren, uns, was diese Menschen antreibt. Einige Dinge sind wesentlich skurriler als ästhetisch, um es vorsichtig auszudrücken…

Also:

  • Sterben “Schlauchmenschen”, wenn man ihnen auf den Schlauch tritt?
  • Haben Maskenträger ansteckende Krankheiten?
  • Und wie viele Liter an Speichel laufen ihnen bei der Hitze am Hals entlang, wenn die Belüftung fehlt?
  • Muss man, wenn man in den 40ern ist, geknebelt, gefesselt und mit Brustklammern, an denen der dazugehörige Mann rumzieht, bei helllichtem Tage über einen kinderdurchsetzten Markt stromern und stöhnen?!
  • Warum tragen maskuline Männer gern rosafarbene, bauchfreie T-Shirts und Miniröcke zu Pfingsten?
  • Wissen Cellolitas*, dass ihnen andere Kleider besser ständen?
  • In Erinnerung an Charlotte Roche: laufen die “unten ohne-Trägerinnen” heimlich aus?
  • Sind Hosen und Röcke heutzutage zu teuer für die Durchschnittsgothin?
  • Finden sie es wunderschön und erfrischend bei dem Wetter oder haben sie ein Aufmerksamkeitsdefizit?
  • Und warum zum Teufel werden wir anderen das Gefühl nicht los, dass viele von denen den Rest des Jahres über braver aussehen als wir?

* Cellolita, die: kräftig gebaute Frau ab 18 in niedlichen Kleinmädchenkleidchen. Oft mit Hütchen oder Schleifchen auf dem Kopf. Siehe auch Adipositas bei fleischgewordenen Mangafiguren.

Um mich ein wenig einzufühlen, startete ich gestern den Versuch, mich WGTesk zu kleiden. Im Endeffekt muss ich zugeben, dass es sehr gut aussah, auch wenn ich mich mit diesen „Zutaten“ nicht mal zu Pfingsten auf die Straße wagen würde.

  • grober Netzcatsuit
  • s/w Unterwäsche (sah man ja zur Genüge)
  • weiße halterlose Strümpfe über dem Catsuit
  • ein Minirock aus Kindertagen, der aufgrund meines Wachstums „mikro“ zu nennen wäre und das halbe Bein dank Zwangsschlitz freigab
  • halbklobige Stiefeletten mit Schnalle
  • straffer Zopf mit Haarteil
  • eine Menge Kajal und 4 verschiedene Lidschattentöne
  • eine 2m lange, um den Oberkörper geschlungene Metallkette aus dem Baumarkt
  • Patronengürtel

Mit einfachen Mitteln, die man sonst weder kombinieren noch in der Öffentlichkeit tragen würde, schafft man ein Kunstwerk. Oder so. Zumindest würde man damit wohl endlich mal fotografiert werden…
Das Foto ist übrigens nicht gestellt. Ich sah gerade ein wenig verwundert/ irritiert/ verstört in den Spiegel.

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Im Moment geht ein Thema durch den mir persönlich bekannten Teil der Bloggemeinde: die (weibliche) Figur. Eigentlich wollte ich schon lange mal eine Kleinigkeit dazu anmerken, da mich die groß angelegten Schlachtrufe nach Größe 38 als Mindestmaß doch etwas stören. Nun sind mir aber das Schmitti und die Viktoria mit der anderen Seite der Geschichte, der MS, zuvorgekommen. Dazu möchte ich an sich auch gar nichts sagen, aber es hat ja doch etwas mit dem Thema zu tun.


Also: Größe 38 und aufwärts.
Models sollen keine 34 und 36 mehr tragen, da dass zu dünn ist.
Normalfrauen sowieso nicht.
Unrealistisch.
Pfui.

So hieß es vor ein paar Monaten plötzlich in vielen Teilen Europas. Leider erinnere ich mich nicht mehr an den Namen der Dame, die diese Größe-38-Rufe im großen Stil über Deutschland schallen ließ, schlussendlich gab es aber etliche Anhänger der Idee, denen selbst die bloße Existenz der schlankeren Größen zu viel ist.
Da hört für mich der Spaß auf.

Ja, ich trage Hosengröße 34!
Und trotzdem bin alles andere als abgemagert, ich bin schlichtweg unter 1,60m und habe ein schmal angelegtes Skelett! Da sähe es nämlich nicht mehr feierlich aus, wenn ich in einer gut passenden 38 stecken würde. Polster habe ich trotzdem, die berühmten 90-60-90 erreiche ich nur an einer Stelle, der Rest weicht ab (wobei ich nicht verrate, wo und in welche Richtung :p).

Es regt mich als Betroffene auf, dass die Kleidergröße als Nonplusultra gehandelt wird und sich keiner darum schert, in welchem Verhältnis sie zum Körper steht. Größe 38 ist bei 1,90 dürr, bei 1,50 ausgeprägt kurvig. Wer keine Oberweite hat, braucht auch keine „normalen“ Größen, da schlabbert es nur – um der Mehrheit zu gefallen oder nicht als krank zu gelten?!

Laut vogue.de ist für ein Model eine Größe von 172-182 cm ideal – warum? Können kleinere Frauen nicht so arrogant von oben herab schauen? Dürfen sie keine schönen Kleider präsentieren? Könnten sie etwa zu gedrängt, zu moppelig wirken?
Selbe Seite, nächste Utopie: „Maße: 90-60-90 (bei Kleidergröße 38)“. Da beißt sich der Hund doch in den Schwanz….

Bin ich jetzt fett, weil ich seit meiner Kindheit keine 60er Taille mehr habe oder zu dürr, weil Hosen in der 38 bei mir einfach wieder runterrutschen bzw. ich in entsprechenden Oberteilen aussehe wie hineingeborgt?.

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„Patschehüfchen“ ist ein tolles Wort!

Und weiter geht’s im Text.

Da war ich nun, frustriert, hosenlos und sowieso schon am Ende meines imaginären Budgets. Mit einer Freundin unterwegs im Einkaufszentrum, Geschäfte durchstöbernd und dem Boden immer näher kommend.
Es fing ganz harmlos damit an, dass ich feststellte, dass meine neue Ledertasche kaputt war. Um sie nicht weiter zu stressen und meinen Mantel loszuwerden, trottete ich den ganzen schon hinter uns gebrachten Weg zurück, um ihn gekonnt in ein Schließfach zu werfen. Wie zu erwarten kostete das mehr, als mein Portemonnaie hergab, ein Wechselversuch in der Apotheke scheiterte, ein weiterer im Schmuckladen um die Ecke ergab neue Ohrringe und das gewünschte Geldstück.

Zwei Stunden später hatte ich nicht ein einziges Teil, sei es für oben, unten oder nur zur Fleischbeschau für meinen Nagelmörder, gefunden. Aus Mitleid probierte ich eine pöhse Hose in Größe 36 an, welche nichts als Falten warf. Für eine Frau ist es durchaus deprimierend, viele Geschäfte vor sich zu haben und rein gar nichts zu finden. Besonders, wenn der Kleiderschrank den hosigen Hungertod stirbt.

Zu guter Letzt weigerte ich mich, einen Laden zu betreten, welcher Dekorationsartikel vertreibt. Ich stand draußen und bewunderte Bohnen mit eingebrannten Namen darauf, bis es mich nicht mehr hielt. Nein, ich stehe nicht sonderlich auf Dekokram, aber nach einem ersten Suchversuch nach dem ominösen Wesen, welchem ich später die Haare schnitt (*hrhr*), entdeckte ich herzallerliebste Schnecken in Form vom kuschelweichem überteuertem Plüsch. Preis sei dank konnte ich dieser Versuchung widerstehen.

Doch dann kam mein potentielles Opfer mit einer riesigen weißen Kugel („das Schaf“) auf mich zu und forderte von Mami (c’est moi) selbiges ein. Doch ich ging todesmutig zum Gegenangriff über, als ich ES entdeckte. Sie kapitulierte nach einer Weile, wollte mir ES auch noch streitig machen. Es in den Haufen armer, leidender Plüschhaufen zurücksetzen.

Doch erfolglos.

Fussel, wie ich es gestern im „Streit“ mit dem Nagelkiller taufte, rettete mir den Tag. Ich wage zwar nicht, es als Hose zu missbrauchen, aber mit seinem rosafarbenen Lächeln und den dicken Patschehüfchen ist es doch gesünder als Schokolade.

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Nachdem ich lange Zeit nur noch in einem fremden Blog herumstöberte und schon gefragt wurde, ob ich wieder wirre Gedanken gehabt hätte, wird es wohl wieder einmal Zeit. Wäret ihr in der Lage gewesen, meinen Gedankenblog zu lesen, könnte ich mir jetzt die Tipperei sparen. Mi-au.

Erinnert ihr euch noch, was Kalorien sind? Diese fiesen kleinen Tierchen, die bei Nacht alle Klamotten enger machen? Meine Kalorien mögen nur Hosen (ich habe abgenommen, was aber nur heißt, dass mein Bauch in überraschend guter Form ist). Nach langer Autofahrt warf ich am Sonntag alle Sachen aus dem Schrank und sortierte aus… Oh grausame Welt! Fast alle Lieblingshosen bzw. die, die nicht nur aus schwarzem Irgendwas ohne alles bestehen, wanderten in eine gar finstere Kiste.

Meine Begeisterung kennt fast keine Grenzen… normalerweise sind mir im Laden alle Hosen zu weit und kräftigere Einkaufsgenossinnen schauen mit bösem Blick, als ob ich etwas für ihr Figurproblem könnte. Meins ist ja leider nur für die existent, die schon mal versucht haben, eine mehrbeinige Damenunterbekleidung zu finden. Überall laufen beängstigend dürre Wesen in Größe 00 herum, im Laden fängt es oft ab Größe 36 an (viel zu weit). Da meine latenten Brauereipferdgene nun aber viele Klamotten ausscheiden ließen, geht der Spaß erst richtig los: 32/34 im eigenen Schrank ist ein wenig eng, im Laden nicht zu finden und 36 immer noch zu groß. Das zum Thema.

Da es wohl Zeit wird, den eigenen Blog zu zu spammen, geht die Geschichte im nächsten Teil weiter. Mit dem großen weisen Schaf, genannt Fussel.

PS: Meine Haare sind jetzt ab.
PPS: Mein Fingernagel leider auch. Schmerzhaft für Leib und Seele. Mein Finger sieht total verkrüppelt aus, so tief hat es ihn getroffen. Mami, da ist so viel Finger übrig…!

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Ich hasse Schuhe.

Doch Genius, der ich bin, habe ich das ultimative Konzept entworfen. Denn Schuhe sind nicht nur ein Laster der Gattung Frau, welches ich nie nachvollziehen konnte, nein, sie sind auch noch heimtückisch. Mit Pilzen übersät, deren Übertragung auf Schuhe ich mir nur bei Hardcorefetischistinnen vorstellen kann (und selbst das wird leicht eklig), sitzen sie heimtückisch in den Regalen dieser Welt und warten darauf, Wesen der Spezies „Sex in the City auf Beinen“ unglücklich zu machen.

Was bieten heutige Schuhläden denn? Überteuerte Produkte, deren Design aus der IKEA-Kinderabteilung stammen könnte – nein, Moment, die IKEA-Kinderabteilung mag ich – sagen wir also liebevoll: der untersten Schublade, werfen gierig ihre Schnürsenkel wie Stolperfallen in den Raum, hinterhältige Absätze verstecken ihre Stachel und präsentieren sich niedlich und verspielt als „sexy Highheels“ (von „to bring heel“ -> „unterwerfen“).

In Wahrheit jedoch wurden sie geschaffen, um die Frau an sich hinter den Herd zurückzudrängen. Warum sonst gelten hohe, elegante Schuhe als karrierefördernd? Richtig! So erspart man(n) sich die Ausrede, den hübschen Ausschnitt zwischen dem ewig quasselndem Mund und dem nicht ganz so runden Hintern zu feuern. Diese Monster der Leder- und Textilindustrie verführen nun zum hemmungslosen Umknicken, schleichen sich gar bis zum Rücken hoch, indem sie die Wirbelsäule durch die ziemlich heiße Fehlhaltung (*rrr*) quälen. Ganz zu schweigen von diversen krankhaft-niedlichen Veränderungen des Fußes, den lustigen Muskelüberlastungen und -verkürzungen und der verschlechterten Durchblutung (auch edle Blässe genannt) der Beine.

Was sollte frau denn nun anderes tun, als in dicken Socken schweigend durchs Haus zu schleichen und sich um Dinge zu kümmern, die ihr weniger schaden – wie abwaschen, den Boden wischen oder den fetten Kerl auf der Couch zu füttern, der leider ob seiner Abendserien gerade verhindert ist? Sie sind Gefangene ihrer Sucht, die sie Stück für Stück auffrisst – mit den Füßen beginnend… *schauder*

Meinen Geniestreich werde ich an dieser Stelle natürlich nicht ausführlich verraten. Nur soviel sei gesagt: nach einigen komplizierten Zwischenschritten kommt man auf eine doch recht simple Formel.
Hat man nun ihr zufolge die vielen Ausstiegssversuche erfolglos unternommen, den hässlichen Modellen in den Läden dieser Welt einen schnuckeligen Schrank gegönnt und ist dennoch nicht glücklich, schraube man ganz einfach den eigenen Intellekt und den Anspruch an den zukünftigen (natürlich wohlhabenden) Partner zurück und erfreue sich an handgefertigten Ledertretern aus feinstem Kälbchenrücken.
Natürlich handerwürgt.

Die Parallele zu den Illuminati in meiner geheimen Formel ist übrigens rein zufällig. Ganz sicher. Was wir auch tun, wohin wir gehen, die Illuminaten sind im System… *leise sing*
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Regenrot hat

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