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Entstanden an einem wundervollen Ort, wenn denn mal keine Menschen da sind… geschwängert vom Duft nach altem Holz und Metall.
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„Mutter! Dein Kind braucht Trommler-Schuhe! …denn sie passen so gut!“ war der erste Gedanke, der ihm durch den Kopf ging. Unwillkürlich musste er lächeln. Wie oft hatte er diese Werbung gelesen, damals, als alles noch hell war um ihn herum.
Jetzt war alles dunkel. Die Kindheit vorüber, viel zu lang schon und doch: der Geruch nach altem Leder, das Gefühl von Holz, welches viele Jahre keine Pflege erfuhr, brachte ihn zurück in jene Tage. Seine Finger waren fast taub, abgenutzt vom vielen Tasten. Manchmal verfluchte er es, manchmal liebte er es. Aber was blieb ihm anderes? Mit den Trommler-Schuhen verschwand auch sein Vater und mit diesem seine Sinne. Oft fragte er sich, ob seine Mutter ahnte, was passiert war. Oder klammerte sie sich mit derselben Verzweiflung, mit der sie ihn großgezogen hatte, an die Vorstellung, dass alles nur ein tragischer Unfall war? Sie verlor den Mann und ein Stück weit auch den Sohn. Vielleicht würde die Wahrheit sie endgültig zerfressen.
Noch einmal musste er bei diesem Gedanken lächeln, ja, fast lachen. Zerfressen – ha! – das war das Wort der Stunde. Oder das seines Lebens, aber darum kümmerte er sich schon lang nicht mehr. Seine Welt war düster und still, beklemmend und voll von verwaschenen Erinnerungen, die sich dann und wann empor quälten und wie unter dem Mikroskop eine Schärfe annahmen, die der eines guten Messers glich. Aber genug davon!
„Mutter! Dein Kind braucht Trommler-Schuhe!“ sagte er halblaut vor sich hin.
Die Gedanken verschwanden, nur einen Augenblick. Tief einatmend berührte er das brüchige Holz, nahm den intensiven Duft des sich zersetzenden Eisens wahr, der diesen Ort in Besitz nahm.
Als der Unfall – zumindest nannte seine Mutter es so – geschah, hatte es auch nach Metall gerochen. Doch es hatte eine andere Nuance. Es war der Gestank nach Blut. Altem, neuem, dem seines Vaters und dem der Tiere. Es floss so schnell durch deren Adern, dass er fast meinte, es hören zu können. Die Stimmung war aufgeheizt, die Tiere wütend, wild und… hier zögerte er. Doch es hatte keinen Sinn, den Gedanken beiseite zu schieben: hungrig. Immer schneller ging sein Atem, als das Bild – sein letztes Bild! – vor seinem geistigen Auge auftauchte, wo es sich tief einbrannte und bis an das Ende seiner Tage das Einzige war, was er sehen konnte. Es war sein Vater, ihn anblickend, die Bestien über sich.
Der Arzt hatte gesagt, dass er wohl einen Schlag auf den Kopf bekommen hätte. Und vielleicht waren Blind- und Taubheit nur zeitweilig. Seine Mutter hatte, wollte, musste es einfach glauben. Doch er war nicht verletzt worden. Nicht ein Kratzer hatte die zarte Jungenhaut durchzogen. Er war gefangen in diesem letzten Augenblick, der seine Kindheit zerstörte.
„…denn sie passen ja so gut!“ beendete er den Satz und sprang in die Tiefe.
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P.S.: Google gönnte mir sogar ein Foto der berühmten Trommler-Schuh-Werbung: *klick*. Das Bild, welches mich inspirierte, war jedoch um Längen erheiternder. Es besitzt eine gewisse (Selbst)Ironie…
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„Pensado para gourmets de la lectura y hambrientos de letras.“
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In Zeiten der Webshows über alles und jeden gibt es einen neuen „Sender“ mit recht hübscher Aufmachung, Literalia. Der Haken für die meisten von euch: es ist eine spanische Initiative. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, mal einen Blick hinein zu werfen, die Bilder sprechen für sich.
Und da dieses verdammte wordpress-Autoformat ständig den Player löscht, müsst ihr jetzt hier klicken, um euch den Clip ansehen zu können.
In der hier verlinkten Folge von Todo es poesía menos la poesía geht es um experimentelle Literaturformen. Wir hätten da zum Beispiel einen Gedichtband, der aus Schnipseln besteht. Nach jeder Zeile auf jeder Seite wurde ein Schnitt getätigt, so dass man bei jedem Aufschlagen ein neues Werk bestaunen kann. Oder aber eine Zeitschrift, die sich in der aktuellen Ausgabe als Portemonnaie präsentiert. Nicht etwa als Cover, sondern als echtes Portemonnaie, die Artikel stecken in Form von Tickets, Ausweisen usw. darin.
Schade nur, dass diese Art von Kreativität (die vorgestellten Produkte, nicht die Sendung) in Deutschland nicht wirklich möglich ist. Entweder macht es niemand oder aber der Preis ist so horrend, dass man es sich höchstens als Sammlerstück in die Vitrine stellen könnte.
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So verwirrend, wie unser Leben im Dienste der serviceorientierten Bosheit begonnen hatte, so chaotisch ging es auch weiter. Von nun an hatten unsere Wohnung und Besitztümer einiges zu erleiden. Mit der Zeit lernten wir zwar, unsere Wünsche zu präzisieren, doch eine echte böse Fee findet immer einen Weg.
Schon bald lernten wir weitere Mitstreiter im Kampf gegen die Barmherzigkeit kennen. In besonderer Erinnerung verblieb meinem Geliebten vor allem Cericatus, welcher es auf dessen Auto abgesehen hatte. Es begann alles recht harmlos damit, dass Cúthalion sich einen echten Mercedes wünschte. Er dachte sogar daran, seinen Wunschbearbeiter daran zu erinnern, dass die Marke Smart der Daimler AG zugehörig war. Zu seinem Glück erhielt er tatsächlich einen echten Mercedes, zu seinem Leidwesen hatte der „echte Mercedes“ auch einen echten Kolbenfresser inklusive vierer echt platter Reifen. Um das Beste aus der Situation zu machen, konzentrierte sich Cúthalion darauf, alles Notwendige für die teure Reparatur zu bekommen, doch wieder durchkreuzte Cericatus seine Pläne. Mit einem lauten „plopp“ verschwand der Mercedes, stattdessen erschien ein Trabant vor unserer Haustür. Auf dem Beifahrersitz lagen eine Packung Kleber und eine Grußkarte. Darauf standen mit fast unleserlich die Worte „Voilá, hier ist ein original Trabbi, da reicht eine Tube Uhu!“.
Muss ich hinzufügen, dass auch dieser Wagen mit allem ausgestattet war, was ein „echtes“ oder „originales“ Auto braucht? Kolbenfresser und vier kaputte Reifen frei haus. Was liebten wir die Feenwelt in diesen Tagen!
Doch auch ich blieb nicht verschont. Die dritte Fee im Unheilsbunde, Nahc, hatte mich entdeckt. Auch sie würde mir noch viele Überraschungen bereiten. Sie stellte sich vor, indem sie großzügig Putzmittel auf meiner Tastatur verteilte, da sie meine Aufforderung, den Verantwortlichen für mein Computerproblem „pronto!“ zu finden, etwas zu wörtlich genommen und den Großteil meiner Worte überhört hatte.
Der Ärger über dieses neue Unheil ließ mich eine weitere Dummheit begehen. Ich wünschte mir eine Giraffe. Es war wirklich ein wunderschönes Exemplar, „ein ganz reizendes Tier“, wie mir bei der Übergabe versichert wurde. Ich nannte sie Genoveva. Genoveva hatte lange, dichte Wimpern und einen ganz bezaubernden Augenaufschlag. Sie war verschmust, stubenrein und offensichtlich sehr klug. Oh, wie glücklich fühlte ich mich in diesem Moment! Dies war der erste Wunsch, der kein Leid über mich brachte! Doch Schönheit und Intelligenz forderten ihren Tribut. Sie wurde hungrig. Sehr hungrig. Doch Giraffen wären nicht Giraffen, wenn sie sich nicht zu helfen wüssten. Sie fraß nicht nur unseren, sondern auch den Garten unserer von nun an sehr garstigen Nachbarn leer.
Dennoch liebte ich Genoveva über alles. Der Zorn meines Nachbarn hatte zudem meinen Trotz geweckt. Bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit wünschte ich mir, dass meine Haus- und Hofgiraffe Nachwuchs bekommen würde. Max, wie ich den kleinen Bullen taufte, war ein ebenso herziges wie verfressenes Tier. Dem Fluch eines weiteren Wunsches sei dank bekamen meine Giraffen in diesem Monat genügend Futter… ein innerer Wahn trieb mich mehrmals am Tag in das nahe gelegene Gartencenter, um Nachschub zu holen.
Der Monat war noch nicht ganz vorbei und versprach noch spannender zu werden. Ich konnte mein Glück kaum fassen…
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Mein erster Arbeitstag begann recht harmlos. Da ich früh aufstehen musste, sehnte ich mich, nichtsahnend, wie wir Menschen nun einmal sind, nach einer guten Tasse Kaffee. Die erste Überraschung: obwohl ich keinen Wunsch ausgesprochen hatte, sorgte eine Kollegin dafür, dass er sich erfüllte. Ihr Name lautete Vee, wie ich später erfuhr. Wir würden uns noch oft begegnen. Besagte Vee überschüttete mich an jenem Morgen mit einer gehörigen Portion Kaffeepulver. Wie sie mir später erklärte, hätte sie nur getan, was ich wollte: Kaffee.
„Von Becher oder gekocht haste ja nix gewünscht, oder?“ setzte sie keck hinzu.
Auch da kam mir noch nicht in den Sinn, auf welch heimtückische Weise Feen Wünsche erfüllen. Doch nur Minuten später kam ich selbst in den Genuss, es ihr gleichzutun. Auch meinen Geliebten, Cúthalion, hatten die Fabelwesen in ihren Bann gezogen. Sein erster Gedanke galt einer Pfanne, welche ich aus einer mir plötzlich aufkommenden Logik heraus direkt auf seinen Hinterkopf sausen ließ – da gehören Pfannen doch hin, oder? Alte Hausfrauentraditionen darf auch eine Fee nicht umgehen.
Meine Freude war ungetrübt, obwohl ich gerade meinen Partner k.o. geschlagen hatte. Doch was sollte ich mir wünschen? Etwas Unverfängliches, etwas, das weniger Flecken auf meiner Bettwäsche hinterlassen würde. Auf diese Weise lernte ich die schlimmsten Beleidigungen Rumäniens in Landesprache kennen und lieben, denn wieder hatte Vee ihre Finger im Spiel. Hinter das Geheimnis der rumänischen Sprache bin ich bis heute nicht gekommen – aber ich kann fluchen wie ein Kutscher!
Wäre ich nach diesem Erlebnis nur schlauer geworden! Aber nein, mein nächster Wunsch galt dem schönen Spanien. Ein Urlaub in Madrid sollte es sein. Das konnte ja nicht schwer sein. Doch es war wie verhext. Eben hatte ich noch in Ausübung meiner Pflicht Mitfee Vee auf der Toilette ohne Papier, dafür aber mit Tageszeitung eingesperrt (sie wünschte sich ein ruhiges Plätzchen zum Lesen), schon rächte sie sich, indem sie mich in ein Polizeibüro verfrachtete. Immerhin der Blick aus dem Fenster war angenehm. Draußen schien die Sonne, – drin leider nur die Halogenlampe. Ich brauchte all meine bescheidenen Spanischkenntnisse (die zu dem Punkt nur ein wenig besser waren als mein rumänischer Wortschatz), um eine Erklärung zu bekommen. Ich erhielt sie sogar schriftlich. Auf 214 Seiten. Vom Spanischen ins Mongolische und dann ins Deutsche übersetzt. Ich habe bis heute nicht entschlüsseln können, was „Sie Hühnersuppe tuten Roberto laut“ bedeutet.
Mein Liebster versuchte immerhin, mich zu retten. Doch da auch er in der Welt der bösen Feen gefangen war, konnte er nur über einen Wunsch zu mir eilen. Er erbat sich eine Horde starker Männer.
Als ich ihn das nächste Mal sah, prangten zwei Hörner auf seinem Kopf und er trug zahlreiche Verletzungen am ganzen Körper. Gerade noch war er dem Torero entkommen, als er als Anführer der Stiere durch Pamplona um sein Leben rannte. Ich fürchte, er trug einen dauerhaften psychischen Schaden davon, auch wenn wir die Hörner entfernen konnten. Der Ochsenschwanz hielt allerdings etwas länger… Er wünschte sich nun Weltfrieden, was ich ihm auch prompt erfüllte: Michelle, die bekannte Schläger-, nein, Schlagersängerin trällerte ihm in fünf Sprachen „Ein bisschen Frieden“ vor. Wie hatte ich ihm das nur antun können?
Jetzt wusste ich Bescheid: nicht nur mein Beruf und mein Name hatte sich geändert (man nannte mich übrigens Fav, was ich erst seltsam fand. Doch man sagte mir, alle weiblichen Feen hätten einsilbige, alle männlichen viersilbige Namen. Dazu jedoch später mehr.).
Viel wichtiger: auch mein Charakter und mein Geist, welcher jetzt zu ungeahnten Höhenflügen fähig war, hatten sich gewandelt.
Ich war… eine böse Fee!
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Noch vor ein paar Monaten hätte ich ungläubig mit dem Kopf geschüttelt, hätte mir jemand erzählt, was der Frühling mit sich bringen würde. Ich, ein unschuldiges Mädchen vom Lande, eine böse Fee? Aber halt, ich greife vor. Beginnen wir im Mai, dem Monat, der mein Weltbild erschütterte.
Wie es den Studenten so eigen ist, verbrachte ich viel Zeit damit, mich auf der schmalen Linie zwischen Dauerschlaf und bildungsbedingter Panik zu bewegen. Ich hörte Musik aus fernen Ländern, versuchte morgens zumindest gelegentlich pünktlich aufzustehen und der geistigen Umnachtung zu entfliehen. Bis zu jenem ersten Mai nun hielt ich das Reich der Feen und anderer Fabelwesen für Utopie, für schöne Geschichten für Kinder und Träumer.
Und dann kam sie.
Sie war klein und pink – mehr darf ich euch leider nicht berichten. Feen sind sehr spezielle Wesen. Ich vermute insgeheim, dass sie nicht ganz unbeteiligt an diversen Streitigkeiten im Internet sind – ihr wisst schon, wenn der Anwalt und das Inkassounternehmen plötzlich Briefe schreiben.
Aber ich schweife ab.
Sie hieß Luz und bot mir an, für einige Zeit ihren Job zu übernehmen. Im Gegenzug bekäme ich einige magische Fähigkeiten. Die Spielregeln waren recht einfach: jemand sprach einen Wunsch aus, ich fuchtelte ein wenig ungelenk mit meinem Zauberstab (einem dicken Draht, den ich irgendwo auf einer Baustelle fand) hin und her und schwupps! ging der Wunsch in Erfüllung. Damit das Wunschdepot nicht Gefahr lief, sich zu leeren, musste ich ein neues Anliegen hineintun.
Bis hier klingt alles wunderbar, nicht wahr? Was Luz mir nicht verriet – Feen sind fiese kleine Biester. Ihr Charakter ist durch und durch verdorben. Ich wurde eine von ihnen und das Elend begann…
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Ein neuer Versuch, eines dieser umstritten-geliebten Werke zu lesen. Eines, über das viel geschrieben wurde. Es hat ein wunderschönes Cover, einen skurrilen Titel und eine Sprache, die einen eben das lehrt, was dieser verspricht:
„Ich hab die Unschuld kotzen sehen“.
(Dirk Bernemann)
Eigentlich könnte ich hier im Groben dasselbe schreiben wie zu den „Feuchtgebieten“ – der eigentliche Sinn, die sozialkritischen Aussagen verstecken sich hinter einer Wortwahl, die wohl die Szenen der Sprecher wiedergeben sollen, aber alles herunterreißen.
Nach drei Seiten hätte ich das Buch gern weggelegt, weil ich die fulminante Anhäufung der Wörter fi…en, bu…en, kotzen und scheiß* in allen erdenklichen Varianten nur schwer ertrage. Nicht zu vergessen die Standardbetitelung aller Frauen – selbst der, die als geliebt beschrieben werden – als Schlampen. Grandios, Bernemann!
Hey, mich kotzt auch mal etwas an und ich finde eine Menge scheiße – aber der Autor hat es tatsächlich geschafft, die Wörter so geschickt einzusetzen, dass es unecht wirkt. Einfach per Zufallsprogramm die Stelle im Satz beziehungsweise auf der Seite ermittelt und auf Enter gedrückt. Tada. Vulgarität aus dem Generator. Wir müssen ja mal wieder die stupiden Massen aufrütteln…
Interessant ist vielleicht nur die Antiklimax der Sprache: bis auf eine Ausnahme nehmen sich die verschiedenen Erzähler von Geschichte zu Geschichte immer mehr mit der Primitivität zurück.
Das Buch beginnt mit einem Mörder, der seine ihn überaus faszinierende Geliebte ermordet und endet mit einer Frau, die ihren Sohn eben verloren hat und sich zuletzt körperlich verletzt, um sich zu spüren. Irgendwo dazwischen gibt es Banalitäten und Realitäten, die anders formuliert und weniger gezwungen auf Gosse gemacht durchaus etwas für sich haben. Oder haben könnten.
Wirklich gut, weil durch eine morbide Situationskomik geprägt, war nur eine Stelle ganz hinten: Der Fahrer eines Unfallwagens wacht auf, ein Fremder nähert sich ihm und ruft den Notarzt, darauf der Verwundete:
„Natürlich leb ich, Du Arsch, aber du gleich nicht mehr, wenn du mich hier weiter so vollschwuchtelst!“
Als ich ihn wegstoßen wollte, bemerkte ich meinen akuten Mangel an Armen…
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Was die Menschen an diesem Bestseller fasziniert – keine Ahnung.
Aber das Cover ist wirklich schön!
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(für ein Spiel in Rekordzeit gedichtet)
Milchbrötchen
Zartes weiß
aus watteweichem Nebel,
ein Biss,
ein Riss,
es reißt entzwei.
Milchbrötchen,
geboren zum Genuss.
Ertrinke
auch Du
in Milch…
Oh köstliche Ironie.
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Genosse Kühlschrank
Da brummst Du nun,
alter weißer Riese
und kühlst die Speisen mir geschwind.
Oh Kühlschrank,
Genosse warmer Tage,
warum bist Du nur blind?
Geliebtes Ding,
ich mag Dich sehr,
doch sag,
warum wimmelt es in Dir?
Da brummst Du nun,
Halunke, der Du bist
und lässt die Äpfel schimmeln.
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Der pflichtvergessene Sonnenschirm
Ein kleiner bunter Sonnenschirm,
gefertigt aus heil’gem Sonnenzwirn
(zu schützen anderer Leute Hirn,
natürlich auch unterm Siebengestirn),
verirrte sich einst in Australien.
Durch etwaige Lappalien
wie balzende Naturalien
und explodierende Chemikalien
liess er sich nicht foppen.
So ein Sonnenschirm ist nicht zu stoppen,
nicht mit Noppen,
nicht beim Frühschoppen,
er tut immer das, was er verspricht.
Er sorgt für Schatten beim Amtsgericht
und erfüllt auch seine Adelspflicht
in schummerigem Abendlicht.
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Charlotte Roche: Feuchtgebiete.
An einem Tag gelesen.
Irgendwie belanglos.
Plätschert dahin.
Auf den ersten Seiten noch witzig, danach nur noch eine Aneinanderkettung von Wörtern.
Anscheinend nicht immer ganz korrekt, was das Medizinische angeht.
Das einzige, was hängen bleibt, ist das gefühlte Alter der Protagonistin. Der Sprachstil deutet auf 13 bis 15 Jahre hin. Ganz unabhängig davon, dass sie alles isst, was irgendwie aus ihrem Körper kommt. Unreif. Auf der Suche. Gut gezeichnetes Scheidungkind. Gesellschaftskritik – subtiler Hinweis auf die Unreife trotz mannigfaltiger Sexerfahrungen der heutigen Jugend?
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Fazit:
Hype ist nicht nachvollziehbar, weder vom Inhalt noch vom Stil.
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Mehr gibt es nicht zu sagen.
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P.S:
Da in der Blog“szene“ gerade der Kampf so extrem tobt und mich ein Eintrag eines Homosexuellenblogs doch gerade etwas erbost hat: es gibt auch etwas zwischen „stinken“ und sich von oben bis unten zuzuparfümieren. Aber für eine normale Hygiene mit so wenig Chemieduft wie möglich hat man hierzulande offensichtlich jeglichen Blick verloren! ![]()
Auch schön bei Viktoria da, da und in den darunter gegebenen Kommentaren zu sehen.
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