Schlagwörter
auswirkungen, computerspiele, grand theft auto, gta, p.o.d., planet of death, realitätsverlust
Grand Theft Auto – das ist wie Fahrschule mit Nutten und Zuhältern.
Jake in Two and a half men
Es gab eine Zeit, da habe ich intensiv GTA I gespielt. Ohne Prostitution, dafür mit viel Leute umfahren und Autos klauen. Das zog eine Menge chaotische (und zu 100% vehikelvernichtende) Verfolgungsjagden mit der Polizei nach sich. Ich spielte auch exzessiv P.O.D., in meinem Kopf waren die Pseudogegenspieler in Freund und Feind unterteilt und jeder hatte einen eigenen Charakter. Ich schlussendlich nur eine heftige Sehnenscheidenentzündung.
Diese prägende Zeit, in der ich schrittweise den Bezug zur Realität verlor, führte dazu, dass ich jahrelang Angst vor dem Autofahren hatte. Nicht aus Mangel an Kompetenz – ich war felsenfest überzeugt davon, dass mein Spielerhirn früher oder später die Kontrolle übernehmen würde und Fahrweisen befehligen, die im Spiel lustig und wirksam sind, in der Realität aber mindestens das Leben des Autos kosten würden.
Zum Glück kam ich vorher von den Autospielen los.
Mit Führerschein begann ich Overlord zu zocken. Und – maaan! – wieso kommen in der echten Welt keine Mignons angerannt, wenn ich meinen mächtigen gepanzerten Arm hebe?! Aber auch diese Fantasie habe ich hinter mich gebracht und ich glaube auch nicht mehr, dass ich zaubern kann (Harry Potter lässt grüßen).
Computerspiele sind gar nicht so schlimm, schließlich ist aus mir doch etwas Vernünftiges geworden.
Ich geh erstmal schauen, ob ich irgendwo Planet of Death auftreiben kann.
Ich hab Sehnsucht nach Maverick.