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Heute kam mir aber die Offenbarung meines Krolock-Problems! Jihaa!

Das Krolock-Problem verfolgt mich schon seit 9 Jahren. Seit Stuttgart, Wien und YouTube aufeinander getroffen sind. Und jetzt auch noch Berlin.
Es ist eigentlich ganz schnell erklärt: Mein Kopf läuft Amok und die Hälfte der Vorstellung bin ich damit beschäftigt, die verschiedenen Darsteller miteinander zu vergleichen. Die Stimmen. Die Akzente, die sie setzen. Die Pausen, die sie machen. Zum Verzweifeln.

Steve Barton – der Mann, nach dem ich all die Jahre gesucht habe, weil die Masse der Akteure mich überforderte. Steve Barton ist mein Krolock. Schönste Stimme, beste Betonung, bestes Schauspiel. Leider schon seit über 10 Jahren tot. Habe viel über ihn gelesen und gesehen; Meinungen seiner Studenten usw. Muss ein sehr interessanter Mann gewesen sein.

Jan Ammann – Schöne Stimme, aber manchmal kommt da ein Akzent durch, der weh tut. Gelegentlich seltsame Betonungen. War vermutlich mein Stuttgart-Krolock, denn…

Kevin Tarte – …mag ich nicht. Weder die Stimme noch die Art und Weise, wie er Krolock darstellt. Konnte mir nicht mal das Video zu Ende ansehen. Witzigerweise hatte er am Sonntag Premiere in Berlin. Ich war am Samstag. :D

Thomas Borchert – war zwar nicht in Berlin, aber im Berliner Programmheft, was mir mehr geholfen hat als die geschätzten 500 YouTube-Videos *hust*.

Drew Sarich – der Berlin-2012-Krolock. Wie Ammann und Borchert. Die 3 sind von der Stimme oftmals sehr ähnlich bei der Unstillbaren Gier, meinem Referenz- und Lieblingslied. Er ist stimmlich gut, aber einige Betonungen hat er sehr verrissen, gerade bei gesprochenen Szenen. Da wurde aus der ersten offiziellen Begegnung mit Professor Ambronsius plötzlich eine aggressive “ey, was willst’n Du hier?”-Aufführung. Gruselig!

Wer mich in Berlin aber sehr überrascht hat, war Herbert, Krolocks Sohn. Meist eine sinnlose Nebenfigur, die für ein paar Lacher gut ist und sich im Polanski-Film für immer in mein Hirn gebrannt hat als Sinnbild dafür, warum ich die Verfilmung nicht mag. Sofern es keine ungenannte Zweitbesetzung gab: Marc Liebisch, Mann der Stunde. Bester Herbert, grandiose Stimme, tolles Schauspiel. Damit hätte ich als letztes gerechnet.