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Ein voller Tag in der Bibliothek bringt viele spannende Erkenntnisse mit sich. Oder aber latenten Wahnsinn vor lauter Buchstabenwahn. Nichtsdestotrotz fand ich einige sehr schöne Zitate in ziemlich obskuren Büchern, die eigentlich hochwissenschaftlich sein sollen.  Sollten. Oder so. Wahrscheinlich schreibt der Herr, der es mir besonders angetan hat,  deswegen so kommalastig…

Aber kommen wir zum Wesentlichen.  In einem Büchlein über Interfacegestaltung fand ich das absolute Totschlagargument für menschliche Beziehungen. Wobei ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob er wirklich Liebe, Freundschaft und so weiter meint oder ich doch meinem ersten Gedanken folgend die kreativste Beschreibung von Sex oder dem Weg dahin entdeckte, die ich je las.

„Wenn techniktrunken verkündet wird, daß sich bald Cybernauten in virtuellen Räumen mit synthetisch erzeugten Hominoiden unterhalten können, kann man fragen, ob da nicht die Prioritäten falsch gesetzt sind und ob diese Energie nicht besser auf den Umgang mit realen Personen angewandt werden sollte, wo man doch beachtliche Verhärtungen und eine affektive Verkarstung im zwischenmenschlichen Verhalten registrieren kann.“

Bonsiepe, Gui: Interface. Design neu begreifen. Bollmann Verlag, 1996

Es lebe die Wissenschaft!

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Regenrot hat

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