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Joxemi
Da ich gerade keine Lust habe, ausführlich zu schreiben, hier ein paar lustige Begebenheiten vom No Relax-Konzert in Jena (11.04.08):
- Da ich seit Jahren keinen Spaß mehr auf Konzerten hatte, brauchte ich hier zumindest eine Aufwärmphase, in der ich wie üblich dumm rumstand. So etwas fällt allerdings auf, wenn man in der ersten Reihe eines kleinen Clubs in rot-schwarzen Klamotten steht und die Sängerin ein fröhliches Persönchen ist. Also wurde ich von Micky oft angegrinst, zum Lächeln aufgefordert, sie ging vor mir in die Knie und fuchtelte entsprechend rum usw.
- Als sie entdeckte, dass ich zumindest Teile eines Liedes auswendig konnte, bekam ich prompt das Mikro hingehalten und durfte zwei Mal „No somos diferentes“ schreien. Übrigens als einzige.
Mein Liebster hatte da natürlich grad weggeschaut… - Nach dem Konzert bekam ich von Bassist Hector seine Bierflasche geschenkt. Natürlich grinsend.

- Mein Gitarrengott Joxemi schüttelte mir die Hand.
- Den Ablaufplan der Band habe ich auch eingesteckt. Irgendwie kleben da eine Menge fremder Haare dran…

Micky
Die in Deutschland (noch) nicht/ nicht mehr erhältlichen CDs konnte ich auch endlich kaufen…

Joxemi und Hector

Der Beweis
Ich gebe es ja gern zu, ich bin weiblich und strebe theoretisch gesehen eine interessante Karriere ohne große Pausen an. Familie möchte ich auch. Die Benachteiligung von Frauen im Job kotzt mich darum genauso wie alle anderen (Wunsch-)Mütter kräftig an.
Manchmal aber bringt mich das Beispiel derer, die es geschafft haben, doch ein wenig zur Verzweiflung. In meinem hier schon öfters erwähnten ach so wunderbaren universitären Spaßfach gibt es Neuigkeiten, die mich aufgrund jahrelangen Studentenherumschubsens ein wenig aus der Fassung befördern. Vor einiger Zeit ging unser Prof in Rente, lange Zeit hatten wir niemanden, dann mindestens zwei Vertretungen (zu viele Gesichter…), die nur ein Semester blieben und an die man sich mühevoll gewöhnen musste. Ich spreche von einem kleinen Gebiet, in dem wir auf jeden Lehrenden und Verantwortlichen angewiesen sind. Jetzt endlich, nach mehreren Jahren, haben wir tatsächlich wieder jemanden vor die Nase gesetzt bekommen, der länger bleiben soll. Besagte Professorin (erhebliche Leistung! Eine Festanstellung!) ist seit Januar da. Zwar hauptsächlich für Bachelorstudenten, aber immerhin gibt es so etwas wie eine Chance. Nach nur vier Monaten, in denen noch niemand mir Bekanntes mit ihr gesprochen hat, man sah sie lediglich ab und an über den Flur huschen, erreicht uns die Botschaft, dass sie ein Kind erwartet und bereits im Juli in Mutterschutz geht.
Hurra!
Ein neues Akademikerkind!
Ach Quatsch.
Ihr Mutterschutz trifft genau mit den Abschlussprüfungen der letzten Magister zusammen. Unser Doc geht in dieser Zeit in Rente. Tata. Niemand mehr da. Nur ein neuer Erdenbürger, der uns indirekt das Leben schwer macht. Und etliche wissenschaftliche Mitarbeiter, die nicht für uns zuständig sind.
„Das soll aber nicht auf ihrem Rücken ausgetragen werden“ meinte der Überbringer der Hiobsbotschaft freudigen Nachricht.
„Und darum stellt niemand Frauen ein“ entgegnete meine Banknachbarin.
Die Rufe nach Gleichberechtigung schallen weit über das Land und angeblich soll sich etliches bessern. Schön und gut, aber was bringt uns das, wenn Frauen sich nun häufig um Jobs bemühen, nur um dann sofort in aller Eile Ruhe ihre Familienplanung zu verwirklichen?! Wem ist denn da geholfen? Mir sind einige Fälle bekannt, in denen sich Frauen eine Festanstellung sicherten und sofort und absichtlich mit dem Kinderzeugen begannen. Der Wirtschaft schadet es, der Familie bringt es nur zum Teil etwas. Und die Politik? Zwingt die Mütter zum Teil Elterngeld sei dank auch noch zu solchen Maßnahmen.
Noch Fragen?!
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