Im Moment geht ein Thema durch den mir persönlich bekannten Teil der Bloggemeinde: die (weibliche) Figur. Eigentlich wollte ich schon lange mal eine Kleinigkeit dazu anmerken, da mich die groß angelegten Schlachtrufe nach Größe 38 als Mindestmaß doch etwas stören. Nun sind mir aber das Schmitti und die Viktoria mit der anderen Seite der Geschichte, der MS, zuvorgekommen. Dazu möchte ich an sich auch gar nichts sagen, aber es hat ja doch etwas mit dem Thema zu tun.
Also: Größe 38 und aufwärts.
Models sollen keine 34 und 36 mehr tragen, da dass zu dünn ist.
Normalfrauen sowieso nicht.
Unrealistisch.
Pfui.
So hieß es vor ein paar Monaten plötzlich in vielen Teilen Europas. Leider erinnere ich mich nicht mehr an den Namen der Dame, die diese Größe-38-Rufe im großen Stil über Deutschland schallen ließ, schlussendlich gab es aber etliche Anhänger der Idee, denen selbst die bloße Existenz der schlankeren Größen zu viel ist.
Da hört für mich der Spaß auf.
Ja, ich trage Hosengröße 34!
Und trotzdem bin alles andere als abgemagert, ich bin schlichtweg unter 1,60m und habe ein schmal angelegtes Skelett! Da sähe es nämlich nicht mehr feierlich aus, wenn ich in einer gut passenden 38 stecken würde. Polster habe ich trotzdem, die berühmten 90-60-90 erreiche ich nur an einer Stelle, der Rest weicht ab (wobei ich nicht verrate, wo und in welche Richtung :p).
Es regt mich als Betroffene auf, dass die Kleidergröße als Nonplusultra gehandelt wird und sich keiner darum schert, in welchem Verhältnis sie zum Körper steht. Größe 38 ist bei 1,90 dürr, bei 1,50 ausgeprägt kurvig. Wer keine Oberweite hat, braucht auch keine „normalen“ Größen, da schlabbert es nur – um der Mehrheit zu gefallen oder nicht als krank zu gelten?!
Laut vogue.de ist für ein Model eine Größe von 172-182 cm ideal – warum? Können kleinere Frauen nicht so arrogant von oben herab schauen? Dürfen sie keine schönen Kleider präsentieren? Könnten sie etwa zu gedrängt, zu moppelig wirken?
Selbe Seite, nächste Utopie: „Maße: 90-60-90 (bei Kleidergröße 38)“. Da beißt sich der Hund doch in den Schwanz….
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18. März 2008 um 21:40
Viktoria
Hallo An!
Also ich denke, irgendwelche Verbote bringen da herzlich wenig… im Grunde muss man die ganzen Größengeschichte ja auch immer von Fall zu Fall – vor allem eben auch in Relation zur Körpergröße sehen. Und da Models immer 1.75 + sind, ist 34 da doch sehr, sehr schmal, finde ich. Dass Models allerdings immer diese Größe haben sollten, fasse ich allerdings auch als Diskriminierung auf.
Ich persönlich trage 38 auch nicht. Da schlabbert nur alles. Aber dass es seit neustem vermehrt auch Größe 32 gibt, und die ominöse Größe “0″ finde ich doch sehr obskur und auch ein wenig krank. Schließlich sehen diese ja nicht auf die Randgruppe der Kleinwüchsigen oder aus anderen natürlichen physischen Gründen besonders klein und schlank gebliebenen ab – oder auf die zehnjährigen, die sich in die Erwachsenenabteilung schleichen. Nein, da sollen sich erwachsene Frauen reinpressen. Und das widerum ist pervers – eine Entstellung und Karrikierung der weiblichen Figur.
Dass bei Models auf ein Mindestgewicht geachtet wird, halte ich für sehr sinnvoll. Ob ein Model bei 1.76 und 56 kg Größe 38 trägt, kann ich allerdings nicht sagen.
Deine Viktoria